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Panorama Schwänze abgeschnitten: Verstümmelte Katzen am Straßenrand weggeworfen
Nachrichten Panorama Schwänze abgeschnitten: Verstümmelte Katzen am Straßenrand weggeworfen
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11:40 24.01.2019
Verstümmelte Katzen weggeworfen: Ein Zettel, den die Finderin an der Straße aufgehängt hat, erinnert an die Tat. Quelle: Cora Meyer
Steffenshagen

„Wie grausam können Menschen sein?“, fragt sich eine Hundehalterin aus dem kleinen Dorf Brodhagen im Landkreis Rostock. Beim Spaziergang hat sie zwei tote Katzen gefunden, Unbekannte hatten ihnen die Schwänze abgeschnitten, berichtet die „Ostsee-Zeitung.

Die Tiere lagen links und rechts an einer kleinen Straße. „Die hat jemand absichtlich dort drapiert“, vermutet die Frau. „Zuerst habe ich nur eine Katze gesehen und vermutet, sie sei überfahren worden. Aber dann habe ich noch eine zweite Katze entdeckt.“ Und dann erst bemerkte die Tierhalterin die fehlenden Schwänze. „Und das ist das wirklich Schockierende. Wer hängt sich denn bitte die Schwänze von toten Katzen ins Wohnzimmer?“

Jetzt ermittelt die Polizei

„Für uns ist es unfassbar, dass es Menschen gibt, die so etwas tun“, sagt auch Martina Wagner vom Tierschutzverein Bad Doberan, den die Finderin über den Vorfall informiert hatte. „Tiere verspüren Schmerzen genau wie ein Mensch, nur sind sie einigen dieser Gattung hilflos ausgeliefert.“

Die Finderin wandte sich auch an die Polizei und erstattete Anzeige. „Die Ermittlungen laufen“, bestätigt Gert Frahm, Sprecher der zuständigen Polizeiinspektion Güstrow. Mehr könne er zu dem Fall momentan nicht sagen.

Tierschutzverein ruft zum Handeln auf

Die polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Mecklenburg-Vorpommern führt als Straftat auch Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, die bei der Polizei angezeigt worden sind, auf. Die aktuellsten Zahlen stammen mit 129 Fällen aus dem Jahr 2017, heißt es vom Landeskriminalamt. Ein Jahr zuvor waren es 174 Fälle.

Die Täter zu finden, sei jedoch schwer, sagt Polizeisprecher Gert Frahm. „Wenn sich da nicht jemand meldet, der etwas gesehen hat, haben wir eigentlich kaum eine Chance“, sagt der Polizeisprecher. Deshalb ruft der Tierschutzverein dazu auf, „dass Menschen, die solche Handlungen beobachten, nicht nur einschreiten, sondern auch anzeigen.“ Die richtige Stelle dafür sei das Veterinäramt des Landkreises Rostock.

Oft würden sich die Finder trotzdem bei der Polizei melden. „Wenn es sichtbar Tierquälerei war, dann machen wir die Spurensicherung vor Ort“, so Frahm. Anschließend verständigen wir das Ordnungsamt.“ Das sei der eigentliche Ansprechpartner für die Beseitigung der Kadaver.

Finderin will andere Halter warnen

Das ist inzwischen geschehen. An der Fundstelle erinnert nur noch ein Zettel an die grausame Tat. Die Brodhägener Tierfreundin hat ihn aufgehängt. „Darauf steht, dass es mich traurig macht, was Menschen Tieren antun.“ Die unbekannten Täter werde das vermutlich nicht stören, sagt sie. Aber für andere Tierhalter in der Umgebung soll der Zettel eine Warnung sein.

Von Cora Meyer/RND

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