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Panorama Rhein-Pegel so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht
Nachrichten Panorama Rhein-Pegel so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht
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15:10 18.10.2018
Niedrigwasser am Rhein: Schlimmer war es zuletzt 1972. Quelle: dpa
Karlsruhe

Nach monatelanger Dürre ist der Pegel des Rheins in Karlsruhe auf einen Tiefststand gefallen. Mit 3,14 Metern am Donnerstagvormittag (Pegel Maxau) wurde nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg der Wert vom 22. September 2003 von 3,20 Metern unterschritten. Dieser markiert den niedrigsten Wert in der Periode von 1996 bis 2005. Ein noch niedrigerer Wasserstand war am 27. September 1972 mit 3,02 Metern gemessen worden. Der mittlere Wasserstand des Rheins am Pegel Maxau beträgt 5,16 Meter. Noch im Januar hatte es Hochwasserwellen mit Pegelständen über 8,5 Metern gegeben.

Der niedrige Wasserstand beeinträchtigt zunehmend die Schifffahrt. Mehrere Rheinfähren haben ihren Betrieb eingestellt. Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung liegt es in der Verantwortung der Frachtschiffführer, ihre Ladung an die Fahrrinnentiefe anzupassen.

Nach dem Super-Sommer blieb bisher auch im Oktober der Regen aus, der Rhein verliert immer mehr Wasser. Die Folgen sind extrem.

Experten rechnen mit sinkenden Wasserständen

Beim aktuellen Wasserstand beträgt die nutzbare Tiefe der Fahrrinne nur noch rund 1,5 Meter. Ein 110 Meter langes Rheinschiff taucht leer zwischen 60 bis 80 Zentimeter tief ein und braucht 10 Zentimeter Wassertiefe je 100 Tonnen Fracht. Statt normalerweise 3000 Tonnen können nur noch 800 Tonnen oder weniger geladen werden. Die Schiffseigner bekommen einen sogenannten Kleinwasserzuschlag. Unternehmen, die Güter auf dem Rhein transportieren wollen, müssen unter dem Strich mehr Geld ausgeben.

Auch der Wasserstand des Bodensees ist niedrig. Am Pegel Konstanz lag der Wert am Donnerstagvormittag bei 2,88 Metern, allerdings noch deutlich über dem niedrigsten Stand im Zeitraum 1980 bis 2010. Dieser lag bei 2,29 Meter am 15. Februar 2006.

Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) werden die Fließgewässer jetzt hauptsächlich durch den unterirdischen Zustrom von Grundwasser gespeist. Seit Februar habe es im Südwesten nur etwa 60 Prozent der normalen Niederschlagsmenge gegeben. Die Niedrigwassersituation sei landesweit noch nicht so außergewöhnlich wie im Jahr 2003. Da für die kommenden Tage kein Regen vorhergesagt ist, rechnen die Experten mit weiter stagnierenden oder leicht sinkenden Wasserständen.

Von RND/dpa

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