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Panorama Norwegische Frau stirbt an Tollwut – erster Fall seit 1818
Nachrichten Panorama Norwegische Frau stirbt an Tollwut – erster Fall seit 1818
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06:19 08.05.2019
Auch zutrauliche Hunde können mit Tollwut infiziert sein und sollten daher nicht berührt werden, raten Experten. Quelle: Jens Kalaene/picture alliance
Oslo

Eine junge Frau ist in Norwegen am Tollwut-Virus gestorben. Die Norwegerin wurde im Urlaub in Südostasien vor zwei Monaten von einem Hund gebissen. Nach ihrer Rückkehr fühlte sie sich schlecht und kam ins Krankenhaus. Erst am Donnerstag erfuhr die Klinik, in der sie behandelt wurde, von dem Kontakt mit dem Hund. Ein Schnelltest brachte dann die Diagnose. Zu spät für die Frau: Sie verstarb am Montag.

Laut der Klinik suche man nun nach Mitreisenden, die ebenfalls mit dem Hund in Kontakt waren, um eine Tollwut-Infektion auszuschließen. Außerdem müssten Angestellte, die in Kontakt mit der Patientin waren, getestet werden. Allerdings gibt es bisher keinen Fall, in dem Tollwut von einem Menschen auf einen Menschen übertragen wurde.

Vom Hund gebissen: sofort impfen lassen

Während in weiten Teilen der Welt Tollwut vorherrscht, gilt es in einigen europäischen Ländern als ausgerottet, unter anderem in Norwegen und Deutschland. Deutschland ist offiziell seit 2008 tollwutfrei, 2007 verstarb ein Mann, der sich im Urlaub in Nordafrika infiziert hatte. Allerdings gibt es dennoch infizierte Tiere in Deutschland, etwa Fledermäuse. Norwegen ist gar seit 1815 tollwutfrei.

Tollwut führt nahezu immer zum Tode. Es gibt einen Impfstoff gegen die Krankheit, die verschafft allerdings nach einem Biss nur zusätzliche Zeit, nachgeimpft zu werden, und wirkt nicht präventiv. Das norwegische Gesundheitsministerium ruft deshalb nun dazu auf, sich bei Kontakt mit wilden Tieren in Tollwut-Gebieten, etwa bei Bissen oder Kratzern, aber auch wenn Speichel der Tiere an offene Wunden beim Menschen gelangt, sofort bei Ärzten zu melden. Eine Impfung kann den Ausbruch der Krankheit verhindern. Auch zutrauliche Tiere können mit dem Virus infiziert sein.

Schmerzen, Angst, Krämpfe, Koma

Bei einer Tollwut-Infektion beginnt zunächst die infizierte Stelle zu schmerzen, später kommen Unruhe und Angstattacken hinzu. Es folgen Hyperaktivität, Aggression und Krampfanfälle, in der Regel fallen Infizierte schließlich ins Koma.

So auch die Patientin in Norwegen, die laut „NRK“ in den 20ern gewesen sein soll. Das Klinikum teilt mit, sie sei von Beginn an auf der Intensivstation behandelt worden und sei am Montag friedlich umgeben von ihrer Familie eingeschlafen.

Von RND/msk

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