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Panorama Norwegerin (24) rettet hilflosen Welpen – und stirbt dann an Tollwut
Nachrichten Panorama Norwegerin (24) rettet hilflosen Welpen – und stirbt dann an Tollwut
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11:54 10.05.2019
Birgitte Kallestad infizierte sich mit Tollwut, als sie einen jungen Welpen aus den Philippinen pflegte – geimpft war sie nicht. Quelle: picture alliance/dpa
Fjell

Eine junge Frau in der Gemeinde Fjell in Norwegen ist am Montag an Tollwut gestorben, wie die norwegische Zeitung „Dagbladet“ berichtet. Die 24-jährige Birgitte Kallestad hatte sich bei einem Welpen mit der Krankheit angesteckt, wie ihre Familie der Zeitung am Donnerstag mitteilte.

Im Februar war die junge Frau demnach mit mehreren Freunden auf die Philippinen gereist. Bei einer Fahrt auf dem Moped entdeckten sie einen hilflosen Welpen am Straßenrand. Birgitte Kallestad nahm den Hund mit nach Hause, um ihn dort zu pflegen und aufzupäppeln.

Norwegerin durch Welpenbisse mit Tollwut infiziert

Der junge Hund erholte sich und spielte bald mit der ganzen Familie im Garten. Wie junge Hunde das tun, schnappte er dabei spielerisch nach Fingern. Birgitte Kallestad, die selbst im Gesundheitswesen arbeitete, desinfizierte die kleinen Welpenbisse. Keiner in der Familie habe die Notwendigkeit gesehen, die Bisse danach weiter zu überwachen, teilte die Familie der norwegischen Zeitung „Dagbladet“ mit.

Einige Zeit nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub wurde die 24-jährige Frau demnach krank. Die Ärzte konnten die Ursache zunächst nicht feststellen. Laut der Familie habe zunächst niemand die Verbindung zwischen dem Urlaub und der Krankheit hergestellt.

Erst als Birgitte Kallestad in die Notaufnahme aufgenommen wurde, habe ein Arzt Symptome einer Tollwut erkannt, Testergebnisse bestätigten schließlich die Vermutung. Acht Tage, nachdem sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, starb die junge Frau an der Krankheit.

Norwegerin hatte keine Tollwut-Impfung

Tollwut befällt vor allem wild lebende Tiere. Sie kann sich jedoch auch auf Nutztiere und Menschen ausbreiten. Laut einer Krankenschwester, auf die sich das „Dagbladet“ bezieht, habe das Krankenhaus daher Kontakt zu 77 Personen aufgenommen, die mit Birgitte Kallestad Kontakt hatten. 31 davon seien geimpft.

Birgitte Kallestad war vor ihrer Reise nicht geimpft worden, weil dies auf den Philippinen nicht erforderlich sei. Ihre Familie fordert nun, dass sich das ändert: „Unsere liebe Birgitte liebte Tiere. Wir befürchten, dass dies auch anderen passieren wird, die wie sie ein großes Herz haben. Wir möchten, dass dieser Impfstoff in das Programm für Orte aufgenommen wird, an denen Tollwut vorkommen kann, und dass die Menschen sich der Gefahren bewusst werden“, sagten sie dem „Dagbladet“. Birgittes Familie hofft, dass dadurch weitere Todesfälle durch Tollwut in Zukunft verhindert werden können.

Von RND/lzi

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