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Panorama MeToo-Vorkämpferin soll Minderjährigen sexuell genötigt haben
Nachrichten Panorama MeToo-Vorkämpferin soll Minderjährigen sexuell genötigt haben
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12:01 20.08.2018
Die italienische Schauspielerin Asia Argento, hier bei den 71. Filmfestspielen in Cannes, hat Harvey Weinstein Vergewaltigung vorgeworfen. Quelle: imago/E-PRESS PHOTO.com
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New York

Eine der lautstärksten Stimmen gegen den gefallenen Filmmogul Harvey Weinstein, die italienische Schauspielerin Asia Argento, hat offenbar mit einem eigenen Fall von sexuellem Fehlverhalten zu tun. Die „New York Times“ schrieb am Montag, sie habe vor Gericht eine Einigung mit einem jungen Schauspieler erzielt und so eine Klage vermieden. Der heute 22 Jahre alte Jimmy Bennett hatte klagen wollen, 2013 in einem Hotelzimmer in Kalifornien Sex mit Argento gehabt zu haben, obwohl er damals noch nicht 18 Jahre alt war.

Die Erfahrung habe ihn traumatisiert und seiner Karriere geschadet, hieß es in einer Absichtserklärung zu der Klage. Wie die „Times“ meldete, zahlte Argento Bennett 380.000 Dollar zur Beilegung des Rechtsstreits. Im vergangenen Herbst war sie mit dem Vorwurf an die Öffentlichkeit gegangen, Weinstein habe sie 1997 als 21-Jährige vergewaltigt. Weinstein werden Dutzende Fälle von sexueller Belästigung bis Vergewaltigung vorgeworfen. Mittlerweile läuft ein Prozess wegen mutmaßlicher Sexverbrechen gegen ihn.

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In einem Film spielte Argento die Mutter von Jimmy Bennett

Argento und Bennett spielten 2004 in dem Film „Das Herz ist eine hinterlistige Person“ an einer Seite. Sie stellte dabei Bennetts als Prostituierte arbeitende Mutter dar. Laut Zeitung lag den Gerichtsunterlagen in dem Fall ein Selfie bei, das Argento und Bennett im Bett zeigte. Aus dem Umkreis des Gerichts verlautete, die Dokumente seien authentisch.

Als Argento im vergangenen Jahr mit Anschuldigungen gegen Weinstein an die Öffentlichkeit gegangen war, sagte sie zugleich, die Beziehung mit ihm habe nach dem Vorfall aus Angst vor ihm angedauert. Argentos Vorwürfe sind nicht in den Prozess gegen Weinstein eingeschlossen. Die Nachrichtenagentur AP erreichte zunächst keine Vertreter Argentos für einen Kommentar. Auch in den sozialen Medien äußerte sich die Schauspielerin nicht.

Von ap / RND