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Panorama Männer quälen und steinigen verletztes Bärenjunges
Nachrichten Panorama Männer quälen und steinigen verletztes Bärenjunges
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15:33 21.06.2019
Das Jungtier wurde gesteinigt und zu Tode gequält (Symbolfoto). Quelle: picture alliance / imageBROKER
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Hannover

Eine Frau versuchte noch, die beiden Männer zu stoppen und schrie verzweifelt, sie sollten aufhören. Doch die beiden machten weiter und quälten ein Bärenjunges im Norden des Iran zu Tode. Videos von der Misshandlung tauchte in sozialen Netzwerken auf und erregten die Gemüter. Abgespielt haben soll sich das Verbrechen in der Provinz Mazandaran, wie „Iran Front Page“ berichtet.

Zu sehen ist in einem Video, das ein Nutzer mit dem Namen „Soheiloladzad“ auf Instagram teilte, wie zwei Männer auf einen wehrlosen, offenbar verletzten Eurasischen Braunbär mit großen Steinen werfen. Das Tier ist völlig desorientiert und blutet unter anderem stark aus dem Mund und einem Auge und torkelt nur noch hin und her.

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Das Tier ist schwer verletzt und apathisch

Eine Gruppe mit mehreren Männern schafft es schließlich, wie ein weiteres Video zeigt, ein Seil um den Hals des Tieres, das sich in die Nähe eines Dorfes wagte, zu werfen und das Tier auf die Ladefläche eines Wagens zu zerren. Das Tier wirkt völlig verstört und apathisch und blutet stark.

In einem weiteren Video wird das nahezu leblose Tier gezeigt, wie es von einer Ladefläche auf eine andere gezerrt wird – der Instagram-User gibt an, dass die Männer das Tier klauen wollten. Auf der Ladefläche verstirbt das Tier letztlich. Tierärzte, die von Zeugen alarmiert wurden, trafen erst ein, als der Bär bereits tot war.

Umweltministerium fordert Haftstrafen für die Täter

Wer die Videos filmte und wie der Instagram-Nutzer zu den Aufnahmen kam, ist noch unklar. Er unterschrieb ein Video mit „Ich weiß nicht, wo so viel Hass herkommt“, ein weiteres, dass er erschreckt sei über die kulturellen Abgründe, die sich auf den Mitschnitten zeigten.

Laut des Berichts der iranischen Iran Front Page sind zwei Männer festgenommen worden. Das Umweltministerium fordert laut des Artikels von der Justiz, die Höchststrafe zu verhängen und die beiden Täter nicht mit einer Geldstrafe davon kommen zu lassen.

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Von RND/msk