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Panorama Lkw-Fahrer von Limburg soll 16-Jährige belästigt haben
Nachrichten Panorama Lkw-Fahrer von Limburg soll 16-Jährige belästigt haben
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14:38 09.10.2019
Ein Lastwagen ist im hessischen Limburg auf mehrere stehende Fahrzeuge aufgefahren. Quelle: Thorsten Wagner/dpa
Limburg

Der 32-Jährige, der am Montagabend in Limburg mit einem gestohlenen Lastwagen auf acht Autos aufgefahren ist, ist bereits Ende August im nordrhein-westfälischen Moers bei der Polizei auffällig geworden.

Der Syrer soll am 31. August auf der Moerser Kirmes eine 16-Jährige belästigt haben, danach sei es zu einem Gerangel mit der Mutter des Mädchens gekommen. Der 32-Jährige bekam deshalb eine Anzeige wegen Körperverletzung. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung über die Ermittlungen berichtet.

Nach Lkw-Vorfall in Limburg: Haftbefehl gegen 32-Jährigen

Warum sich der Mann in Moers aufhielt, blieb zunächst unklar. Er lebte in einer Wohnung im südhessischen Langen – rund 80 Kilometer von Limburg entfernt. Zudem ist er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Vergangenheit bereits wegen Drogendelikten und Diebstahl auffällig geworden.

Keinen gültigen Aufenthaltstitel

Unklar ist weiterhin, ob der Mann bei der Attacke am Montag eigentlich etwas anderes vorgehabt hatte, aber entweder nicht mit dem Fahren eines Lkw vertraut war oder von einem Stau überrascht worden war. Der Fahrer des gestohlenen Lkws sagte gegenüber der „Frankfurter Neuen Presse“: „Mich hat ein Mann aus meinem Lkw gezerrt. Er hat kein Wort geredet.“ Nach „Bild“-Informationen soll der Verdächtige am Montag bereits zuvor mehrfach versucht haben, einen Lkw zu stehlen.

Der Syrer war im November 2015 nach Deutschland gekommen. Ein Jahr später erhielt er einen eingeschränkten Schutzstatus. Der „Spiegel“ berichtet, dass der Mann seit dem 1. Oktober dieses Jahres keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr habe. Da in Syrien jedoch Krieg herrscht, könne er aber nicht abgeschoben werden.

In dem rund 80 Kilometer entfernten Langen, in dem er auch in einer Flüchtlingsunterkunft lebte, sei der 32-Jährige laut „Bild“ vor allem durch sein aggressives Verhalten aufgefallen. Nach Informationen der Zeitung bekam er deshalb in zwei Geschäften nach Vorstellungsgesprächen keine Arbeit.

Wohnung des Cousins durchsucht

Sein Zimmer in einer Flüchtlingsunterkunft und die Wohnung eines Familienangehörigen wurden bereits durchsucht, dabei wurden unter anderem Mobiltelefone und USB-Sticks gesichert. Bei der zweiten Wohnung soll es sich Ermittlerkreisen zufolge um die Wohnung eines Cousins handeln, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Auswertung der gesicherten Gegenstände dauere noch an.

Ob bei der Tat Drogen oder Alkohol im Spiel waren, war nach den Worten von Oberstaatsanwalt Badle noch nicht geklärt. Eine Verbindung in die gewaltbereite islamistische Szene bestätigte sich nach Angaben von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) nach derzeitige Erkenntnissen nicht.

Beamte hoffen auf Fotos und Videos

Gegen den 32-Jährigen wurde derweil Haftbefehl erlassen. Ermittelt wird wegen des achtfachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Unterdessen hoffen die Beamte auf Fotos oder Videos von Augenzeugen, um den Vorfall genau zu rekonstruieren.

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