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Panorama Lena Meyer-Landrut hatte eine tiefe Krise und wollte alles hinschmeißen
Nachrichten Panorama Lena Meyer-Landrut hatte eine tiefe Krise und wollte alles hinschmeißen
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19:33 03.04.2019
Hat endlich wieder allen Grund zum Strahlen: Sängerin Lena Meyer-Landrut. Quelle: dpa
Berlin

Lena Meyer-Landrut (27) hat turbulente Zeiten hinter sich. Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 2010 stand sie plötzlich im Rampenlicht und jeder wollte etwas von ihr. Schnell heimste sich die gebürtige Hannoveranerin den Ruf ein, arrogant und schwierig zu sein. 2017 steckte sie in so einer tiefen Krise, dass sie alles hinschmeißen wollte, wie sie nun in einem Podcast des „Zeit Magazins“ verriet: „Ich war sehr lange unglücklich und habe über die Jahre den Bezug zu mir selbst verloren.“ Und weiter: „Damals war Holland in Not. Ich war müde, erschöpft, traurig und habe morgens einen Bock gehabt, war lustlos.“ Die Konsequenz: Ein komplett fertiges Album kloppte sie „in die Tonne“ und erntete dafür viel Kritik. Lena zwang sich zu einer Auszeit: „Keine Partys und Events, keine roten Teppiche, kein Social Media. Einmal Fresse halten und gucken, wer bin ich eigentlich.“ Damals begann die Künstlerin zu meditieren und fand wieder zu sich.

Lena distanziert sich heute von Stefan Raab

Musikalisch distanziert sich Meyer-Landrut mittlerweile von den Anfängen ihrer Karriere, die mit Stefan Raabs Castingshow zum ESC 2010 begann und ihr wenig später den Sieg mit „Satellite“ bescherte. „Ich muss gestehen, dass ich die ersten beiden Alben nicht komplett als meine ansehe, weil ich so wenig damit zu tun hatte. Sie wurden wegen des ESC schnellschussmäßig produziert.“ Ihre oft verspottete Aussprache des Englischen kam gekünstelt daher, heute wirkt sie routiniert und beiläufig.

Auf den 13 Songs macht Meyer-Landrut auch aus ihren Emotionen keinen Hehl und wird persönlicher denn je. In „Skinny Bitch“ wendet sich die 27-Jährige verärgert an die Klatschpresse. „Redest du über mich? Interessiert es dich, wie ich mich fühle? Hast du das gerade erfunden? Weißt du, ob das wahr ist?“, heißt es zu Beginn. „Eine magere Zicke mit Problemen. Lass sie reden, sie kennen dich nicht.“ Auf ihrer Single „Thank You“ singt Meyer-Landrut auch über Hassbotschaften im Internet, die sie immer wieder erreichen. Die Influencerin hat 2,6 Millionen Abonnenten auf Instagram, einige stoßen sich an nahezu jedem Beitrag von ihr. „Früher hat mich das schon berührt. Ich habe darüber nachgedacht, was passiert, wenn ich bestimmte Dinge poste, und es lieber sein lassen. Mittlerweile teile ich das mit, was ich gut und schön finde“, sagt sie.

Sie singt über die Trennung von ihrem Freund Max

Anfang des Jahres machte sie dann die Trennung von ihrem langjährigen Freund Max öffentlich. Auch darüber singt sie nun auf der Ballade „Love“. „Ich hätte wissen müssen, dass die Liebe nicht immer dieselbe ist“, singt die frühere ESC-Gewinnerin in Ariana-Grande-Manier. „Ich will nicht gehen, aber ich kann die Liebe nicht mehr spüren“, lautet eine Zeile. „Ich habe natürlich tierisch Angst davor, so etwas zu veröffentlichen“, erzählt Meyer-Landrut. „Auf der anderen Seite bin ich dankbar darüber, meine Gefühle und Gedanken in solchen Liedern verarbeiten zu können.“ Auch Themen wie Mitgefühl („Note To Myself“) und Ängste („Scared“) packt die Sängerin an. 

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Von RND/ dpa