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Panorama Jugendliche von S-Bahn getötet – Haftbefehl gegen zwei 17-Jährige erlassen
Nachrichten Panorama Jugendliche von S-Bahn getötet – Haftbefehl gegen zwei 17-Jährige erlassen
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17:12 27.01.2019
Ein Zug fährt am Bahnsteig am S-Bahnhof Frankenstadion in Nürnberg vorbei. Bei einem Streit sind zwei Männer von einer S-Bahn überfahren und getötet worden. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Bei einem Streit auf einem Nürnberger Bahnhof sind zwei Jugendliche von einem Zug überfahren und getötet worden. Nach einer Auseinandersetzung innerhalb einer Gruppe Jugendlicher stürzten am Samstag kurz nach Mitternacht drei 16-Jährige vom Bahnsteig auf das S-Bahn-Gleis – nur einer konnte sich nach Polizeiangaben vor dem gerade einfahrenden Zug retten.

Wenige Stunden nach der tödlichen Tragödie auf der S-Bahn-Station nahm die Kripo zunächst einen 17 Jahre alten Verdächtigen fest. Später wurde ein weiterer Jugendlicher gleichen Alters ermittelt. Gegen die beiden jungen Deutschen wurden Haftbefehle erlassen. Eine Mordkommission ermittelt gegen die beiden Verdächtigen wegen Totschlags, wie die Kriminalpolizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen habe ein „völlig nichtiger Anlass“ zu dem Streit zwischen den mindestens fünf Jugendlichen am S-Bahnhof Frankenstadion geführt, erläuterte der Polizeisprecher.

Mordkommission ermittelt gegen die beiden Jugendlichen

Die Gruppe hatte nach einer Party auf dem Bahnhof gewartet. Die beiden 17-Jährigen sollen dafür verantwortlich sein, dass ihre drei Kontrahenten vom Bahnsteig in die Gleise fielen. Die Ermittler ließen zunächst offen, ob die mutmaßlichen Täter die drei Jüngeren geschubst, geschlagen oder getreten haben. Dies müssten die weiteren Ermittlungen noch zeigen, sagte Polizeisprecher Wolfgang Prehl.

Am Morgen wurde der erste Tatverdächtige aufgrund von Zeugenaussagen identifiziert und festgenommen. Später wurde auch der Junge gefunden, der von den Schienen entkommen konnte. Anschließend gab es Hinweise auf den zweiten Verdächtigen. Die Aussagen der drei Jugendlichen sollen nun dazu beitragen, die Tat genau rekonstruieren zu können.

Von RND/dpa