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Panorama Haftstrafen nach Schwarzarbeit und Steuerbetrug in Millionenhöhe
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15:44 14.02.2019
Am Donnerstag ist der Geschäftsführer einer Baumfirma zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Quelle: dpa/Thomas Frey
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Frankfurt/Main

Der de-facto-Geschäftsführer einer Baufirma ist am Donnerstag in Frankfurt wegen Steuerbetrugs im Millionenhöhe zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Der 48-Jährige musste sich mit fünf weiteren Angeklagten vor dem Landgericht Frankfurt in einem Prozess um Schwarzarbeit am Bau verantworten. Sozialversicherungen und Fiskus erlitten dabei einen Schaden in Höhe von rund 9,2 Millionen Euro. Während es für zwei der übrigen Angeklagten ebenfalls Haftstrafen gab, kamen drei Männer, die kurzzeitig Schein-Geschäftsführer der Firma waren, mit Bewährungsstrafen davon. Der Prozess hatte im Oktober begonnen.

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Eine Routinekontrolle der Zollfahndung auf der Baustelle einer Klinik in Bad Homburg hatte den Fall aufgedeckt. Zahlreiche Arbeiter hatten entweder gar keine oder gefälschte Arbeitspapiere. In dem Ermittlungsverfahren gegen den 48-Jährigen zeigte sich, dass er erst kurze Zeit zuvor wegen ähnlicher Straftaten verurteilt worden war und unter Bewährung stand. Darüber hinaus konnte er nicht mehr offiziell als Geschäftsführer in Erscheinung treten, sondern benötigte „Strohleute“ im Handelsregister. Im Strafmaß wirkte sich dies negativ für ihn aus.

Die Wirtschaftsstrafkammer blieb weitgehend hinter den Anträgen der Staatsanwaltschaft zurück. Gleichwohl schickte sie auch die beiden 50 und 39 Jahre alten Mitangeklagten ins Gefängnis, für die die Verteidiger noch Bewährungsstrafen gefordert hatten. Nach der Verhandlung kündigten mehrere Verteidiger Rechtsmittel beim Bundesgerichtshof an.

Von RND/dpa

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