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Panorama Haftbefehl gegen Berliner „Treppenschubser“
Nachrichten Panorama Haftbefehl gegen Berliner „Treppenschubser“
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14:29 15.12.2016
Die Polizei hatte vor einer Woche das Video der Überwachungskamera veröffentlicht und damit um Hinweise der Bevölkerung gebeten. Quelle: Polizei Berlin
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Berlin

Bei dem „Treppenschubser“ und mutmaßlichen Hauptverdächtigen handle es sich um einen Bulgaren namens Svetoslav S., teilte der Sprecher der Behörde, Martin Steltner, am Donnerstag mit. Demnach ist der 27-Jährige abgetaucht, Medienberichten zufolge womöglich im Ausland.

In Bulgarien halte sich der Mann aber nicht auf, teilte die bulgarische Polizei mit. „Es gibt keine Information, dass die Bulgaren aus der Videoaufzeichnung (...) sich in Bulgarien befinden“, sagte der Chef der bulgarischen Polizei, Hristo Tersijski, am Donnerstag dem Staatsradio in Sofia. Die bulgarische Polizei arbeite in dem Fall bereits mit Deutschland zusammen, sagte Tersijski. Bulgarien habe aber noch keinen europäischen Haftbefehl erhalten – deswegen werde dort auch nicht gefahndet.

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Die Polizei hatte am vergangenen Donnerstag Aufnahmen einer Überwachungskamera aus dem U-Bahnhof Hermannstraße im Bezirk Neukölln veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie ein Mann einer 26-Jährigen ohne erkennbaren Grund in den Rücken tritt, so dass sie die Treppe hinunter stürzt. Der Täter und die drei Begleiter flüchteten danach.

Mutmaßlicher Mittäter wieder freigelassen

Passanten kamen der Frau, die sich einen Arm brach, zu Hilfe. Der Fall sorgte wegen seiner Brutalität und der hochauflösenden Aufnahmen von der Attacke bundesweit für Aufsehen. Am Mittwoch teilten die Ermittler mit, der Hauptverdächtige sei identifiziert worden.

Am Montag war bereits einer der Männer vom Tatort identifiziert und vorübergehend festgenommen worden. Er hatte laut Staatsanwaltschaft ausgesagt und zugegeben, dass er dabei war. Eine Beteiligung an einer gefährlichen Körperverletzung habe ihm aber nicht nachgewiesen werden können. Der Mann wurde am Dienstag wieder entlassen. Gegen ihn werde aber weiter ermittelt. In Frage komme etwa unterlassene Hilfeleistung.

Von afp/dpa/RND