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Panorama Geistig behinderte Tochter im Internet zum Missbrauch angeboten: Erste konkrete Hinweise
Nachrichten Panorama Geistig behinderte Tochter im Internet zum Missbrauch angeboten: Erste konkrete Hinweise
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14:37 16.05.2019
Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach dem Mann. Quelle: Polizei Kassel
Kassel

Die Kasseler Polizei ermittelt in einem Verdachtsfall des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Ein Unbekannter hatte in Chats eines Kleinanzeigenportals im Internet anderen Nutzern gegenüber angegeben, seine geistig behinderte Tochter sexuell zu missbrauchen. Darüber hinaus bot er auch seinen Chat-Partnern ein Treffen zum gemeinsamen sexuellen Missbrauch an, wie die Polizei mitteilte.

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung und einer Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am Mittwoch bekamen die Ermittler erste Hinweise. Es seien rund 20, in einigen Fällen konkrete Hinweise eingegangen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Diesen werde nun intensiv nachgegangen. Doch für die Ermittler sind viele Fragen offen.

Mitarbeiter meldete Chatverlauf der Polizei

In einem Fall verschickte der mutmaßliche Täter im Vorfeld eines beabsichtigten Treffens auch ein Foto von sich und seiner Tochter. Ob es anschließend tatsächlich zu dem Treffen und Missbrauch kam, ist laut Polizei nicht bekannt. Da sich bei den bisherigen Ermittlungen der für Sexualdelikte zuständigen Beamten und der Kasseler Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf die tatsächliche Identität des Mannes ergeben haben, veröffentlichte die Polizei jetzt das verschickte Foto.

Ein Mitarbeiter des Kleinanzeigenportals war auf eine im Jahr 2016 geschaltete Anzeige mit der Bezeichnung „FKK, Freundschaften und mehr“ aufmerksam geworden. Dort hatte ein Nutzer, der sich als „Gerd“ oder „Jonas“ ausgab, geschildert, dass er seine Tochter seit ihrem sechsten Lebensjahr sexuell missbrauche. Er sei alleinerziehend, die Mutter des Kindes, das er mal „Anja“, mal „Saskia“ nannte, sei nach der Geburt gestorben. Das Kind soll damals, im Jahr 2016, zwölf Jahre alt gewesen sein und müsste heute demnach 15 Jahre alt sein. Neben der Anmeldung in dem Kleinanzeigenportal war der mutmaßliche Täter offenbar auch in Flirtportalen aktiv und wählte dort die Profilnamen „RubensLiebhabER“ und „RubensFan55“.

Foto zeigt Mann im Alter von geschätzten 40 bis 50 Jahren

Das im Internet von dem Unbekannten an andere übersandte Foto zeigt einen sommerlich gekleideten Mann, auf dessen Schoß ein Mädchen sitzt. Dabei soll es sich um seine geistig behinderte Tochter handeln, die seit ihrer Geburt am „Fetalen Alkoholsyndrom“ leide. Das Bild dürfte nach Einschätzung der Ermittler ca. drei Jahre alt sein. Der Mann ist schätzungsweise 40 bis 50 Jahre alt, hat lockige dunkle Haare, die nach hinten lang und eventuell zum Pferdeschwanz gebunden sind. Er trägt ein grünliches Basecap und ein hellblaues T-Shirt. Das auf dem Bild zu sehende Kind hat rötliche, nach hinten gebundene Haare. Das Mädchen von kräftiger Statur trägt eine Brille mit ovalen Gläsern sowie ein Schlüsselbund um den Hals und ist mit einem roten Shirt bekleidet.

Ermittler hoffen auf Hinweise durch Fernsehsendung Aktenzeichen XY

Die Ermittler des K 12 erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls sowie einen Auftritt bei der Fernsehsendung Aktenzeichen XY am Mittwochabend, Hinweise zu bekommen. Kriminalhauptkommissar Peter Keyser war dort zu Gast sein und sprach über den Stand der Ermittlungen. Auch das Foto wurde in der Sendung gezeigt.

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