Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Familie will 23-Jährigem das Schwulsein in der Kirche austreiben
Nachrichten Panorama Familie will 23-Jährigem das Schwulsein in der Kirche austreiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:41 04.10.2019
Ein 23-Jähriger soll in einer Kirche massiv bedrängt worden sein. Die Gemeindemitglieder wollten ihm seine Homosexualität austreiben. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Oklahoma City

Ein unglaublicher Fall hat sich in einer Kirche im US-Bundesstaat Oklahoma abgespielt: Die Kirchengemeinde soll versucht haben, einem 23-Jährigen seine Homosexualität mithilfe eines Exorzismus auszutreiben. Die Gemeindemitglieder sollen den jungen Mann und seinen Partner massiv bedrängt haben.

Wie der US-Sender NBC berichtet, hatte die Familie den 23-Jährigen und seinen Freund dazu gedrängt, in die Kirche zu kommen. Der junge Mann sei dem Wunsch nachgekommen, „um seine Mutter stolz und glücklich zu machen“.

Der Gottesdienst sei dann zunächst ganz normal verlaufen. Doch dann habe der Priester irgendwann angefangen, gegen Homosexualität zu predigen. Etwa 15 Gemeindemitglieder hätten daraufhin einen Kreis um den jungen Mann gebildet – seinen Partner hätten sie davon ausgeschlossen.

Homosexueller zu Boden gedrückt und festgehalten

Wie der 23-Jährige dem Sender berichtet, habe die Gruppe dann angefangen zu beten. Ein Gemeindemitglied habe ihm sogar mit der Faust ins Gesicht geschlagen. „Ich wusste nicht, was ich tun sollte“, erklärt er in dem Bericht. „Mir fehlten die Worte, es brach mir das Herz.“

Doch damit nicht genug: Dann habe man den 23-Jährigen festgehalten und ihn zu Boden gedrückt, während die Gemeindemitglieder beteten und in einer ihm „nicht verständlichen Sprache“ sprachen. Er selbst habe geweint und um Gnade gebeten.

Pfarrer streitet den Fall ab

Nach der brutalen Zeremonie habe der Mann Anzeige erstattet. Er will, dass die Gemeinde zur Rechenschaft gezogen wird – auch, wenn sie ihn jetzt genau deswegen bedroht.

Die Kirchengemeinde hat angekündigt, man wolle mit der Polizei kooperieren. Auf Anfrage des Senders dementiert der Pfarrer die Vorwürfe.

Lesen Sie auch: „Mama, ich bin lesbisch“: Wie es sich anfühlt, wenn das Kind sich outet

RND/msc

Ein Ostdeutscher war vor Gericht gezogen, weil er von Vorgesetzten wegen seiner Herkunft gemobbt worden sei. Das Gericht entschied zu seinen Ungunsten - es wies die Klage ab.

04.10.2019

Wer in Emden am Wochenende Wehen bekommt, muss auf eine Klinik in Aurich oder Leer ausweichen. Denn in Emden werden Kinder nur noch von montags 6 Uhr bis freitags 17 Uhr auf die Welt gebracht. Der Grund: Hebammenmangel.

04.10.2019

Wegen einer Streichung von Subventionen für Treibstoff sind die Menschen in Ecuador auf die Straßen gegangen - Lkw-Fahrer blockierten aus Protest viele Fernstraßen. Nun hat der Präsident deshalb den Ausnahmezustand ausgerufen.

04.10.2019