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Panorama „Einige Personen im Fokus“: Nürnberger Polizei jagt den Messerstecher
Nachrichten Panorama „Einige Personen im Fokus“: Nürnberger Polizei jagt den Messerstecher
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15:25 14.12.2018
Ein Stück Polizei-Absperrband hängt an einem Tatort im Nürnberger Stadtteil St. Johannis. Dort waren innerhalb weniger Stunden gleich drei Frauen durch Stiche auf offener Straße schwer verletzt worden. Quelle: Daniel Karmann/dpa
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Nürnberg

Im Fall der Angriffe auf drei Frauen in Nürnberg fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Der Unbekannte stach die Fußgängerinnen am Donnerstagabend in einem Zeitraum von etwa drei Stunden nieder, als diese auf dem Nachhauseweg waren. Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft informierten am Freitagmittag bei einer Pressekonferenz am Freitag.

– Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus, weil der Täter die drei Frauen heimtückisch angegriffen habe.

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– Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht.

– Eine 40-köpfige Sonderkommission wurde eingerichtet.

– Die Polizei hat einige Personen im Fokus, Details nannten die Ermittler nicht.

– Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es weiter nicht.

– Die Polizei warnte die Bevölkerung vor dem flüchtigen Mann. Er könne mit einem Messer bewaffnet sein.

Der Mann habe sie wohl völlig zufällig ausgewählt und vor den Taten auch nicht angesprochen. „Die Vorgehensweise ist ungewöhnlich“, sagte der Leitende Kriminaldirektor Thilo Bachman. Bislang gebe es „kein erkennbares Motiv“. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund haben die Beamten bisher nicht. Zwei der Frauen schwebten zunächst in Lebensgefahr.

Weil alle Opfer – 26, 34 und 56 Jahre alt – von den Angriffen völlig überrascht wurden, geht die Staatsanwaltschaft in allen drei Fällen von versuchtem Mord aus, wie die Sprecherin der Anklagebehörde, Antje Gabriels-Gorsolke, sagte. Da sich die Taten so stark ähnelten, spricht für die Polizei viel für einen Einzeltäter.

Verdächtiger flüchtete in der Nacht

Ein Verdächtiger konnte in der Nacht vor den Beamten flüchten: Ein Mann, auf den die Beschreibung des Täters passte, rannte beim Anblick einer Streife in ein Haus. Die Einsatzkräfte verfolgten ihn und sperrten das Gebäude ab. Da in einer Wohnung Licht brannte und der Bewohner nicht öffnete, brachen die Beamten die Tür auf – doch die Räume waren leer. Auch Keller, Dachboden und Garagen wurden durchsucht – erfolglos. Ein Polizeisprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob es sich bei dem Mann wohl um den Täter handelte. „Es ist eine Spur, die überprüft wird“, sagte er lediglich.

Eine Sonderkommission mit 40 Beamten soll die Fälle nun so schnell wie möglich aufklären. Auch sogenannte Profiler wurden dafür eingeschaltet. Diese Fallanalytiker erstellen anhand der Begehungsweise der Taten ein Profil des Täters. Deshalb habe man „einige Personen im Fokus“, sagte der mittelfränkische Polizeipräsident Roman Fertinger.

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Im Umkreis der drei Tatorte suchten die Beamten nach der Tatwaffe - ein „Stichwerkzeug“, wie Bachmann sagte: „Ich würde nicht zwingend das Wort Messer in den Mund nehmen.“ Möglicherweise habe der Angreifer die Waffe weggeworfen. Er verletzte alle seine Opfer am Oberkörper, sie mussten notoperiert werden. Die Polizei warnte die Bevölkerung per Twitter vor dem flüchtigen Mann.

Frauen niedergestochen: Täter soll blond und von normaler Statur sein

Bisher konnte nur das erste Opfer genauere Angaben zu dem Täter machen. Der Mann soll demnach zwischen 25 und 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er soll eine normale Figur haben, blonde bis dunkelblonde Haare und helle Haut. Die beiden anderen Frauen wurden so schwer verletzt, dass sie noch nicht ausführlich vernommen werden konnten.

Von RND/dpa