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Panorama Ehefrau und Kind bedroht: Polizei erschießt Mann in Hamburg
Nachrichten Panorama Ehefrau und Kind bedroht: Polizei erschießt Mann in Hamburg
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13:48 22.05.2019
Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Hamburg

Bei einem Einsatz in Hamburg-Hausbruch haben Polizisten am Mittwoch einen 34-Jährigen erschossen. Der Brite soll zuvor seine 32 Jahre alte Ehefrau und ein Kleinkind in einer Wohnung bedroht haben, wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten eintrafen, sei der Mann mit dem Messer auf sie losgegangen. Daraufhin sei es zu der „Schussabgabe“ gekommen. Der Angreifer sei schwer verletzt worden und kurz darauf seinen Verletzungen erlegen. Die Frau, eine Russin, und das Kleinkind sowie Polizeibeamte seien nicht verletzt worden. Die Polizei konnte bislang keine Angaben zu den Hintergründen der Attacke des 34-Jährigen machen.

Beamte des Beziehungsgewaltdezernats der Region Harburg nahmen wegen der Bedrohungslage und des Angriffs auf die Polizeibeamten erste Ermittlungen auf. Wegen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs werden Beamte des Dezernats Interne Ermittlungen ebenfalls ermitteln.

Tödliche Schüsse durch Polizisten sind „Ausnahmefälle“

„Das ist ein Ausnahmefall“, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Joachim Lenders. Es komme in Deutschland nur selten vor, dass ein Mensch bei einem Polizeieinsatz erschossen werde. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Hamburg, Andreas Schmidt, betonte, wie stark belastend es für Beamte sei, von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen. „Die psychische Belastung zieht der Beamte nicht mit der Uniform aus“, sagte er.

Im Herbst 2017 hatte die Tötung eines 45-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik in Hamburg-Bergedorf für Schlagzeilen gesorgt. Polizisten erschossen den Patienten, nachdem der Ärzte bedroht und Beamte mit einem Messer angegriffen hatte.

Von RND/dpa