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Panorama Deutsche horten 5,779 Billionen Euro Privatvermögen
Nachrichten Panorama Deutsche horten 5,779 Billionen Euro Privatvermögen
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16:21 17.01.2018
Bis Ende 2017 könnte das Geldvermögen Schätzungen zufolge auf etwa sechs Billionen (6000 Milliarden) Euro gestiegen sein. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Dank des Booms am Arbeitsmarkt und steigender Reallöhne konnten viele Menschen mehr auf die hohe Kante legen. Auch wenn sich die als börsenscheu geltenden Bundesbürger stärker an den Aktienmarkt trauten, setzen sie weiterhin vor allem auf als sicher geltende Anlagen. Die Präferenz der privaten Haushalte für „liquide und risikoarme Anlagen“ halte aber weiter an, erklärte die Bundesbank. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor. Berücksichtigt werden Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien.

Mehr Geld horteten die Privathaushalte als Bargeld oder parkten es als Sichteinlagen bei Banken - also auf Giro- oder Tagesgeldkonten, deren Bestände man rasch umschichten kann. 23 Milliarden Euro kamen hier im dritten Quartal hinzu. Aus Spareinlagen und -briefen sowie Termingeld zogen die Bundesbürger dagegen Geld ab. Sparbuch und Tagesgeld werfen wegen der Zinsflaute kaum noch etwas ab. Insgesamt belief sich das Volumen an Bargeld und Einlagen Ende September auf 2270 Milliarden Euro. Das entspricht rund 39 Prozent des gesamten Geldvermögens.

Beliebt sind weiterhin auch Versicherungen und Pensionseinrichtungen, in die Privathaushalte im dritten Quartal 15 Milliarden Euro steckten. Die Bestände summierten sich so auf rund 2156 Milliarden Euro.

Auch steigende Aktienkurse trugen zu dem Wachstum bei. Sie schlugen mit 19 Milliarden Euro positiv zu Buche. „Bis zu einem wirklich langfristigen und renditeorientierten Sparverhalten haben die deutschen Sparer noch einen weiten Weg vor sich“, stellte die Allianz allerdings jüngst fest. Weil die Inflation zuletzt wieder anzog, verloren Sparer mit Bargeld und Bankeinlagen unter dem Strich Geld. Die Allianz bezifferte die Kaufkraftverluste bis Ende des vergangenen Jahres auf etwa 35 Milliarden Euro. Nach Berechnungen der DZ Bank belief sich der Wertverlust auf 38 Milliarden Euro. Dennoch dürfte das private Geldvermögen im Gesamtjahr 2017 unter dem Strich auf etwa 6100 Milliarden Euro gestiegen, schätzte das genossenschaftliche Spitzeninstitut jüngst.

Von dpa/RND

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