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Panorama Ärger um Doppelnamen-Witz: Prominente Unterstützung für Bernd Stelter
Nachrichten Panorama Ärger um Doppelnamen-Witz: Prominente Unterstützung für Bernd Stelter
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15:43 26.02.2019
Bernd Stelter bekommt nach dem Karnevalseklat Unterstützung von seinem Kollegen Faisal Kawusi (Archivfoto). Quelle: dpa
Köln

Der Kölner Comedian Faisal Kawusi ärgert sich über das Verhalten einer Frau, die auf einer Kölner Karnevalssitzung am Freitagabend das Programm von Bernd Stelter gestört hatte: „Auf der Bühne hast du als Zuschauer nichts zu suchen, außer du wirst dazu eingeladen.“

Die Frau hatte nach einem Doppelnamen-Witz von Stelter – „Hätte nicht ein Standesbeamter Frau Kramp-Karrenbauer warnen müssen?“ – zunächst mit Pfiffen auf sich aufmerksam gemacht, bevor sie den Comedian auf der Bühne zur Rede stellte: „Ja, Männernamen sind immer toll und Frauennamen sind immer scheiße. Und Doppelnamen sind doppelt scheiße, oder wie?“, ereiferte sie sich vor laufenden Kameras.

Faisal Kawusi: „Die Bedeutung von Freiheit nicht verstanden“

Kawusi findet in einem Facebook-Post deutliche Worte für die ungewöhnliche Situation und beruft sich dabei auch auf die Künstlerfreiheit: „Wir sind zu einer hypersensiblen Gesellschaft geworden, die nicht mal in der Lage ist, über Witzen zu stehen. Wenn dir ein Witz nicht gefällt, dann lach nicht und geh nach Hause. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, sage ich, du bist ein Schwächling.“ Wenn manche meinten, dass sie immer jedem mitteilen müssten, was wer darf und nicht darf, dann hätten diese Menschen das Gefühl von Freiheit verloren.

Ein Komiker macht einen Witz und eine Dame besitzt die Frechheit auf die Bühne zu gehen und Kritik auszuüben. 1. Auf...

Gepostet von Faisal Kawusi am Dienstag, 26. Februar 2019

Stelter: „Noch nie erlebt“

Stelter sagte gegenüber dem WDR Fernsehen: „Ich mache das jetzt seit 30 Jahren und habe noch nie erlebt, dass jemand auf die Bühne kommt und mit mir diskutieren will. Ich lege in meinem Humor wirklich sehr viel Wert darauf, dass er eben nicht beleidigend ist und das ist auch das, was die Leute eigentlich an mir mögen.“ Die Frau verteidigte dagegen ihr Verhalten: „Im 21. Jahrhundert muss man sich nicht über Namen lustig machen. Das hat mich auch dazu bewegt, meinem Unmut Luft zu machen.“ Vielleicht, vermutet zumindest Stelter, fehlte der Weimarer Zuschauerin einfach der Humor.

Von RND/dpa

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