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Panorama Post holt Briefe nicht ab – Empfänger warten wochenlang
Nachrichten Panorama Post holt Briefe nicht ab – Empfänger warten wochenlang
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09:48 04.02.2019
In Kiel mussten Empfänger von etwa 100 Briefen und Warensendungen wochenlang auf ihre Post warten Quelle: Bernd Settnik/dpa
Kiel

Dass es bei der Post manchmal etwas länger dauert, ist kein Geheimnis. Da können auch gleich mal knapp 100 Briefe und Warensendungen mit sechs Wochen Verspätung die Empfänger erreichen, wie jüngst in Kiel.

Der Grund war eine nicht geleerte Ablagestelle. Diese „Ablagestellen“ und Ablagekästen nutzt die Post, um Briefe zwischenzulagern. Die Briefträger starten morgens ihre Tour von einem der Zustellstützpunkte in Kiel, um die Post zu verteilen. Wenn sie nicht alles aufladen können, dann bringt ein Kurier die restliche Post in einen der grauen Ablagekästen oder in eine der Ablagestellen, die die Post in kleinen Läden oder Kiosken anmietet, wie eine Sprecherin der Deutschen Post AG erklärte. Dort soll der Briefträger dann bestenfalls noch am selben Vormittag aufkreuzen, um die restlichen Sendungen abzuholen und zu verteilen. Eine dieser Ablagestellen befindet sich in Volkmanns Unternehmen in der Hamburger Chaussee 151.

Vergessen wurden von der Post in Kiel Briefe und Warensendungen

„Es kommt häufig vor, dass Post hier liegen bleibt und wir dafür sorgen müssen, dass die mal mitgenommen wird“, berichtet Volkmann. Aktueller Fall: „Hier lag wochenlang Post vom 14. Dezember. Obwohl wir bei der Deutschen Post angerufen haben, wurde sie nicht abgeholt, dort hieß es nur: ,Wir sind nicht zuständig’. Erst am 28. Januar habe ich endlich einen Postboten erwischt und ihm die Post in die Hand gedrückt.“ Hauptsächlich habe es sich bei der liegen gebliebenen Post um Briefe gehandelt, aber auch um Warensendungen.

Deutsche Post spricht von einer „unglücklichen Geschichte“ in Kiel

Die Briefe und Warensendungen sollen inzwischen zugestellt worden sein, wie die Deutsche Post versichert. Es habe sich um knapp 100 Sendungen gehandelt, die in der Ablagestelle liegen geblieben sind, sagt Jens-Uwe Hogardt, Sprecher der Deutschen Post AG. „Bedauerlicherweise ist es uns durchgegangen.“ Als Begründung für die „unglückliche Geschichte“ nennt er die seltene Nutzung der Ablagestelle. „Außerdem sind verschiedenen Mitarbeiter im Einsatz gewesen, so dass nicht aufgefallen ist, dass die Sendungen liegen geblieben sind.“ Den Zeitraum und die genauen Umstände könne er nicht benennen, so Hogardt, „weil die zuständigen Mitarbeiter momentan oder gar nicht mehr im Dienst sind“. Verallgemeinern könne man den Fall für Kiel nicht, bekräftigt Hogwardt und bestreitet, dass es Personalprobleme gibt.

Von RND/Karen Schwenke

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