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Panorama AfD-Chef Gauland beim Baden die Klamotten geklaut
Nachrichten Panorama AfD-Chef Gauland beim Baden die Klamotten geklaut
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18:45 05.06.2018
Die Polizei begleitet AfD-Chef Alexander Gauland (in Badehose) vom Heiligen See in Potsdam zu seiner Wohnung. Quelle: privat
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Potsdam

Der wegen der „Vogelschiss“-Affäre massiv in die Kritik geratene AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland ist baden gegangen – und dabei bestohlen worden. 32 Grad heiß war es, als sich Gauland am frühen Dienstagabend in der vergangenen Woche ins Wasser des Heiligen Sees in Potsdam begab, der ganz in der Nähe seiner Potsdamer Wohnung liegt. Doch während er im Wasser den Blick auf das Marmorpalais genoss, stahl ein Unbekannter am Ufer der wilden Badestelle seine Kleidung, wie zuerst die „Märkische Allgemeine“ berichtete. „Nazis brauchen keinen Badespaß!“ soll der Unbekannte laut Zeugen gerufen haben, bevor er verschwand.

Staatsschutz ermittelt wegen politischen Tatmotivs

Der Diebstahl führte zu einem Polizeieinsatz, wie eine Polizeisprecherin der Märkischen Allgemeinen Zeitung bestätigte. „Aufgrund einer durch den bislang unbekannten Täter getätigten Äußerung, kann ein politischer Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grunde hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, die derzeit weiter andauern“, so die Sprecherin. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wurden keine weiteren Auskünfte erteilt.

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AfD-Chef Alexander Gauland hat mit Vorsatz die NS-Zeit als „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte bezeichnet. Die Reaktionen blieben nicht aus. Doch der Politiker kann auf die Unterstützung der Rechtsaußen wie Björn Höcke zählen.

Beamte begleiteten den AfD-Chef in seiner Badehose nach Hause

Tatsächlich zeigen Fotos einer Zeugin des Geschehens, wie der 77-jährige Politiker in einer bunten Badeshorts mit hängendem Kopf von Polizeibeamten von der Badestelle weggeführt wird. „Wir waren in der Nähe und haben die Polizeipräsenz gesehen. Kurz darauf lief Gauland in polizeilicher Begleitung in Badehose an uns vorbei. Es war ein großartiger Tag“, so die Zeugin. Gauland selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Laut Polizei wurde Strafanzeige wegen Diebstahls gestellt.

Der AfD-Vorsitzende Gauland hatte die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland am Samstag beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative relativiert und damit Empörung ausgelöst. „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“, sagte Gauland am Samstag beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach.

Von MAZonline/RND