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Panorama Aussichtsplattform bleibt stecken, Riesenrad evakuiert: Wie sicher sind Freizeitparks?
Nachrichten Panorama Aussichtsplattform bleibt stecken, Riesenrad evakuiert: Wie sicher sind Freizeitparks?
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16:40 04.09.2019
Die Plattform eines Aussichtsturm eines fränkischen Freizeitparks steckte in 60 Metern Höhe fest. Quelle: Daniel Karmann/dpa
München/Geiselwind

Nach der Rettungsaktion im unterfränkischen Freizeitpark Geiselwind ist die Ursache für den Ausfall einer Aussichtsplattform klar: Ein technischer Defekt war nach Polizei-Angaben der Grund dafür, dass 21 Menschen am Dienstag mit Hubschraubern gerettet werden mussten.

Der Tüv sei damit beauftragt, den genauen Grund für die Störung zu ermitteln, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Es habe sich aber definitiv um ein technisches Problem gehandelt. Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes menschliches Fehlverhalten gibt es nicht, wie die Polizei am Mittwochnachmittag mitteilte. Wann das Fahrgeschäft wieder in Betrieb genommen werden kann, müssen demnach Prüfstellen und Betreiber klären.

Die Gondel des Fahrgeschäfts mit dem Namen "Top of the World" konnte am Dienstagnachmittag nach der Panne nicht herabgelassen werden. Per Hubschrauber waren die betroffenen Menschen deshalb in dem Park im Landkreis Kitzingen aus rund 60 Metern Höhe gerettet worden. Ein Kind, das sich den Angaben zufolge weigerte, wurde schließlich von einem Höhenretter abgeseilt. "Das wollte nicht, hatte einfach Höhenangst", sagte der Leiter der Höhenrettungsgruppe, Bernd Erlenbach, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

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Fahrgeschäft bleibt stundenlang in 60 Metern Höhe stecken

Weitere Vorfall in München

Auch in der bayerischen Landeshauptstadt gab es am gleichen Tag einen Zwischenfall an einem Fahrgeschäft: Nach dem Brand eines Verteilerkastens blieb ein Riesenrad am Ostbahnhof stehen. 14 Fahrgäste mussten von der Feuerwehr aus den Gondeln gerettet werden. Verletzt wurde niemand, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Nach rund einer Stunde waren alle Fahrgäste wieder am Boden.

Zwei Fälle an nur einem Tag. Für den Sprecher des Tüv Süd, Thomas Oberst, sind das trotzdem Einzelfälle. Und die Tatsache, dass niemand zu Schaden kam, sei der Beleg dafür, dass das Sicherheitssystem hierzulande funktioniert. "Wir haben in Deutschland insgesamt ein sehr hohes Sicherheitsniveau bei Fahrgeschäften", sagte er.

"Evakuierungen werden regelmäßig geübt"

Bevor Fahrgeschäfte in Betrieb genommen werden, würden sie geprüft, betonte Oberst. Und auch danach immer wieder. Sogenannte "fliegende Bauten", die von einer Kirmes zur nächsten ziehen, würden regelmäßig überprüft. Achterbahnen jährlich, langsamere Kinderkarussells alle drei Jahre. Und auch nach jedem Aufbau komme das Bauamt - oder im Fall des Oktoberfestes der Tüv Süd gemeinsam mit dem Kreisverwaltungsreferat - um zu prüfen, ob alles funktioniert.

Auch Evakuierungsmaßnahmen wie in Geiselwind und München würden regelmäßig geübt, sagte Oberst. "Für die Betroffenen ist das natürlich sehr aufregend, aber die Retter wissen genau, was sie tun." Soweit er das überblicken könne, sei in beiden Fällen alles planmäßig abgelaufen. "Die Anlagen sind in einer sicheren Position stehen geblieben und die Sicherheitsmechanismen haben so gegriffen, wie das in einem solchen Fall geplant ist."

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes, Frank Hakelberg, betonte: "Unsere Anlagen gehören zu den sichersten der Welt." Und: "Die Wiesn ist sicher." Das Volksfest in München beginnt am 21. September.

RND/dpa/msc

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