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Panorama Abschuss von Flug MH17 kommt vor Gericht
Nachrichten Panorama Abschuss von Flug MH17 kommt vor Gericht
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14:28 05.07.2017
Ein Trümmerfeld: Die Maschine MH17 wurde über der Ukraine abgeschossen. Quelle: dpa
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Den Haag

298 Menschen kamen ums Leben, als die Passagiermaschine MH17 der Flugline Malaysia Airlines im Juli 2014 in der Ukraine zerschellte. Das Flugzeug wurde abgeschossen – wahrscheinlich von prorussischen Rebellen. Die mutmaßlichen Täter sollen nun vor einem niederländischen Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Darauf hätten sich die an den Ermittlungen beteiligten Länder geeinigt, teilte die niederländische Regierung am Mittwoch in Den Haag mit. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen und es seien noch keine Haftbefehle erlassen worden.

Die Boeing der Malaysia Airlines mit Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 über umkämpftem Gebiet der Ostukraine mit einer Luftabwehrrakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet, die meisten waren Niederländer. Das Flugzeug war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur gewesen. Nach den von den Ermittlern vorgelegten Beweisen sind prorussische Rebellen für den Abschuss verantwortlich. Die Rakete des Typs Buk stammte den Ermittlern zufolge aus Russland.

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Zur Ermittlung wurde das Wrack der MH17 wieder zusammen gebaut. Quelle: DAP

Mögliche Verdächtige nannte das Außenministerium nicht namentlich. Die Niederlande, Malaysia, Belgien, die Ukraine und Australien wollten bei der Strafverfolgung weiter zusammenarbeiten und alle Opfer berücksichtigen, die aus insgesamt 17 Ländern kamen, hieß es in der Erklärung weiter.

Russland hatte die Einrichtung eines UN-Sondertribunals im Weltsicherheitsrat blockiert. Es ist aber fraglich, ob die mutmaßlichen Täter jemals vor einem Gericht erscheinen werden, da Russland wahrscheinlich Verdächtige nicht ausliefern wird.

Von RND/dpa