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Netzwelt San Francisco verbietet den Einsatz von Gesichtserkennung
Nachrichten Medien Netzwelt San Francisco verbietet den Einsatz von Gesichtserkennung
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13:18 15.05.2019
Bevor das Verbot der Gesichtserkennung in San Francisco offiziell ist, muss es noch eine weitere Abstimmung in diesem Gremium passieren und dann von Bürgermeisterin London Breed unterschrieben werden. Quelle: dpa
San Francisco

San Francisco will als erste Stadt in den USA ihren Behörden den Einsatz der umstrittenen Technologie zur Gesichtserkennung verbieten. Das entschied am Dienstagabend (Ortszeit) mehrheitlich der Stadtrat der Westküstenmetropole, wie die Zeitung „San Francisco Chronicle“ berichtete. Das Verbot muss dem Bericht zufolge aber noch eine weitere Abstimmung in diesem Gremium passieren und dann von Bürgermeisterin London Breed unterschrieben werden, bevor es in Kraft tritt. Der Flughafen und der Hafen werden demnach ausgenommen sein, da sie unter Bundeskompetenz fallen.

Die Technologie der Gesichtserkennung hat sich in den USA schnell ausgebreitet, ist aber noch weitgehend unreguliert, wie die Zeitung „The Washington Post“ schreibt. Kritiker befürchten, sie könne zur Massenüberwachung missbraucht werden oder zu ungerechtfertigten Festnahmen führen. Mit dem Verbot dürfen die städtische Polizei und andere städtische Behörden künftig keinerlei Gesichtserkennungstechnologie erwerben, besitzen oder nutzen.

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Nur eine Gegenstimme – Erkennung sei nützlich

„Wir haben eine gute Überwachung, ohne ein Polizeistaat zu sein“, zitierte der „San Francisco Chronicle“ Stadtratsmitglied Aaron Peskin, der das Verbot dem Bericht zufolge eingebracht hatte. Kritisch äußerte sich indes Catherine Stefani, die als einzige im Stadtrat dagegen stimmte. Sie sei besorgt darüber, dass Sicherheitskräften der Zugang zu einem potenziell nützlichen Instrument zur Aufklärung von Straftaten versperrt werden könnte, sagte Stefani der Zeitung zufolge.

Der Stadtrat beschloss zudem, dass San Franciscos Behörden offenlegen müssen, welche Überwachungstechnologien sie nutzen. Er behält sich ferner die Kompetenz vor, den Einsatz neuer Technologien zum Sammeln und Speichern von Personendaten zu genehmigen.

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Von RND/dpa

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