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Medien & TV Telekom beharrt: DE-Mail sicher - Angriffspunkte sind indes unbestreitbar
Nachrichten Medien & TV Telekom beharrt: DE-Mail sicher - Angriffspunkte sind indes unbestreitbar
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21:15 09.09.2015
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"DE-Mail ist ein sicheres System", versicherte Telekom-Sprecher Rainer Knirsch. Auf jeden Fall sei es "ein Quantensprung an Sicherheit gegenüber heutigen E-Mails und Briefen."

Allerdings gibt es Schwachstellen, die Angreifer wie Hacker oder Geheimdienste zwar schwer, aber eben prinzipiell ausnutzen könnten. Denn wenn ein Bürger per DE-Mail einen elektronischen Antrag an eine Behörde sendet oder einen Bescheid erhält, wird die Nachricht standardmäßig nicht unterbrechungsfrei verschlüsselt ausgeliefert ("End-zu-End-Verschlüsselung"). Vielmehr räumt auch die Telekom ein, dass der Gesetzgeber von zertifizierten DE-Mail-Anbietern verlangt, die digitale Post auf Viren zu prüfen. Das heißt: Die DE-Mails werden in einem gesicherten Rechenzentrum der Telekom in Frankfurt am Main entschlüsselt, auf Schadprogramme untersucht, wieder verschlüsselt und erst dann weitergeleitet.

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Jedoch bietet das System den Nutzern optional die Möglichkeit einer echten End-zu-End-Verschlüsselung, zum Beispiel über das beliebte PGP-System - dann unterbleibt der Scan. Den Scan-Vorgang zu nutzen, um in Mail-Inhalte von außen hineinzuschauen, hält Knirsch für fast unmöglich: Die Rechenzentren seien hochabgesichert gegen Einbruch oder unbefugte Eingriffe durch Telekom-Mitarbeiter. Angriffe von außerhalb durch Hacker wiederum erfordern Ressourcen, wie sie nur Geheimdienste und organisierte Kriminelle aufbringen könnten. "Bisher ist noch kein Angriff auf einen DE-Server gelungen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.07.2014

hw