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Nachrichten Medien & TV So brutal gut war der neue Dresden-"Tatort"
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07:08 29.04.2019
Cornelia Gröschel spielte die Jungkommissarin Leonie Winkler erfrischend natürlich. Quelle: dpa
Dresden

Da blieb keine Minute Zeit, um sich ein neues Bier zu holen: Spannung pur beim ersten Fall für die neue Dresdner Ermittlerin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel). So einen Psychothriller um einen Serienkiller hat man lange nicht gesehen – nichts für schwache Nerven. Und die Neue macht neugierig.

Das Dresdner Tatort-Team: Karin Gorniak (Karin Hanczewski, links), Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) und die Neue: Leonie "Leo" Winkler (Cornelia Gröschel). Der Krimi „Das Nest“ ist der erste gemeinsame Auftritt der drei Ermittler. Quelle: MDR/Daniela Incoronato, MDR/HA Kommunikation

Die Spannung wird bis zum Schluss gehalten

Gut, anfangs wunderte man sich, dass ein Riesenaufgebot von Polizisten nicht fähig war, den Killer in der Villa zu fassen. Doch dass Kommissarin Gröschel bei der Jagd auf den Verrückten lebensgefährlich verletzt wurde, erhöhte die Spannung, die bis zuletzt gehalten wurde. Das Gute an diesem Krimi: ein klarer Fall ohne Sozialgedöns: keine ostdeutsche Befindlichkeit, keine sozialen Brennpunkte, kein Familiendrama – einfach ein Serienkiller, der das Töten nicht lassen kann.

Ob Einzelkämpfer, dynamisches Duo oder mehrköpfige Truppe: Die Tatort-Ermittler sind in der ganzen Republik und darüber hinaus im Einsatz. Hier finden Sie alle derzeit tätigen Spürnasen im Überblick.

Spannend war zunächst die Suche nach dem Psychopathen. Doch als der Zuschauer ihn kannte, nahm die Dramatik noch zu - auch weil die verletzte Gorniak nicht in ihrer Opferrolle verharrte. Und dass der Killer ein anerkannter Arzt und fürsorglicher Familienvater war, sorgte zusätzlich für Gänsehaut. Da war man am Ende doch sehr erleichtert, dass der Böse fast märchenhaft vernichtet wurde.

Die Neue will sich vor ihrem Vater beweisen

Fast nebenbei wurde die Problematik der Neuen skizziert. Ihrem Vater, dem Ex-Kripo-Chef, versucht sie verzweifelt, ihre Kompetenz zu beweisen – so versteht man auch ihr streberhaftes Bemühen. Cornelia Gröschel spielte die Jungkommissarin erfrischend natürlich. Am Ende haben sich die beiden unterschiedlichen Ermittlerinnen angenähert, und zusammen mit ihrem etwas verhuschten Chef Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) könnten sie ein tolles TV-Ermittlerteam werden. Da freut man sich doch schon auf den nächsten Dresdener Fall.

Petra Haase

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