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Medien & TV Sukuma-Award Siegesfilm ist in Dresden abgedreht
Nachrichten Medien & TV Sukuma-Award Siegesfilm ist in Dresden abgedreht
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15:42 10.05.2016
Regisseur Thomas Frick (r.) leitet die Schauspieler an.  Quelle: am
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Dresden

 Auf dem Neuen Annenfriedhof hat am Dienstag eine außergewöhnliche Beerdigung stattgefunden. Im Rahmen des Sukuma Awards 2016 wurde auf dem Friedhof in Dresden-Löbtau der Siegerspot zum Thema „Eine bodenlose Frechheit“ gedreht und symbolisch Erde zu Grabe getragen. Premiere feiert der Spot im August bei den Filmnächten am Elbufer.

Der jährlich stattfindende Sukuma Award feiert in diesem Jahr seine zehnte Auflage. Jedes Jahr gibt der Verein in den Städten Dresden, Leipzig und Chemnitz Filminteressierten die Möglichkeit, ihre Filmidee professionell umzusetzen. Der Verein gibt zum Start des Awards ein Thema vor, zu dem die Bewerber dann ihre Ideen abgeben können. „Diese Themen werden im Team herausgearbeitet“, erklärt Nadja Müller, die gemeinsam mit Franziska Pschera die Projekte koordiniert. „Dabei achten wir sehr auf das tagespolitische Geschehen.“

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Dieses Jahr ging es um die Böden der Erden. „Böden sind für die Menschheit überlebenswichtig“, heißt es auf der Website des Awards. Dennoch werden sie nicht ausreichend geschützt. Zunehmende Verschmutzung und Versiegelungen führen dazu, dass laut Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen die ökologische Tragfähigkeit der Erde bei unveränderter Bodennutzung spätestens 2020 überschritten wäre.

Rund 95 Ideen seien sachsenweit zu diesem Thema beim Verein eingegangen, erzählt Pschera. Neben dem Spot in der Landeshauptstadt werden außerdem noch Filme in Leipzig und Chemnitz gedreht. Die beste Dresdner Idee hatte der mittlerweile in Stuttgart lebende Student Georg Schubert. „Aus seiner sehr knackigen Idee haben wir dann gemeinsam mit dem Regisseur Thomas Frick („Detective Lovelorn und die Rache des Pharao“) ein Drehbuch für einen einminütigen Spot entwickelt“, so Pschera. Inhalt des Films wird eine symbolische Beerdingung der Böden der Welt sein – deshalb auch der ungewöhnliche Drehort.

Neben Profi-Schauspielern wie Annedore Bauer vom Staatsschauspiel Dresden machen rund 20 Amateurschauspieler ehrenamtlich mit. Angesetzt waren am Dienstag fünf Stunden Drehzeit. „Das klingt ganz schön viel, wenn am Ende nur eine Minute rauskommen soll. Aber das ist im Filmgeschäft durchaus üblich“, erläutert Pschera. Nach der Premiere am Elbufer wird er in sämtlichen Kinos bundesweit laufen.

Von August Modersohn

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