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Medien & TV München-„Polizeiruf 110“: So wird die Premiere des neuen Teams
Nachrichten Medien & TV München-„Polizeiruf 110“: So wird die Premiere des neuen Teams
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19:44 13.09.2019
Die Schauspieler Andreas Bittl als Wolfgang Maurer (v. l.), Verena Altenberger als Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und Cem Lukas Yeginer als Cem Halac, bei Dreharbeiten zur TV-Produktion „Polizeiruf 110“. Quelle: Tobias Hase/dpa
München

Ein Dreamteam ermittelt im Albtraum: Mit dem „Polizeiruf 110: Der Ort, von dem die Wolken kommen“ (15.9., 20.15 Uhr, das Erste) stellt sich das neue Ermittlerteam aus München vor. Worum geht es im Auftaktfall? Können die neuen Ermittler dem Vorgänger Hanns von Meuffels (Matthias Brandt, 57) das Wasser reichen? Und lohnt sich das Einschalten überhaupt? Die Antworten auf diese Fragen gibt es hier.

Darum geht’s im neuen „Polizeiruf 110

Ein verwahrloster Junge gibt Streifenpolizistin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff (Verena Altenberger, 31) sowie ihren Kollegen Cem (Cem Lukas Yeginer, geb. 1993) und Maurer (Andreas Bittl, 45) Rätsel auf. Woher er kommt, weiß man nicht. Diverse Wunden und Narben deuten auf Misshandlung und ein Leben im Kerker hin. Da der Junge, der sich Polou (Dennis Doms, 15) nennt, kaum spricht, müssen Bessie und ihre Kollegen unkonventionelle Methoden anwenden, um Licht ins Dunkel zu bringen und seine Peiniger zu überführen. Polou wird hypnotisiert. Schnell glaubt man zu wissen, dass weitere Kinder in großer Gefahr sind. Die Ermittlungen nehmen eine dramatische Wendung, als im Laufe der Recherchen eine geheimnisvolle und skrupellose Frau im Krankenhaus erscheint, um den Jungen zu holen.

In „Der Ort, von dem die Wolken kommen" wird Polou (Dennis Doms) verwahrlost am Isarufer aufgefunden. (Sonntag, 15.09.19 um 20:15 Uhr im Ersten) Quelle: BR/Roxy Film/Hendrik Heiden

Neuer Krimi mit sympathischem Team

Lohnt sich das Einschalten? Auf jeden Fall! Mit diesem Krimi wird ein wirklich sympathisches neues Team eingeführt, das zur Identifikation einlädt und absolut nicht vergleichbar ist mit dem Vorgängerkommissar Hanns von Meuffels (Brandt). Und genau das war offenbar auch das Ziel, denn: „Wir wollten gar nicht erst versuchen, ein perfektes Format zu kopieren. Stattdessen haben wir etwas Neues erfunden“, erklärte Schauspielerin Verena Altenberger im Interview mit spot on news den personellen Neuanfang.

Die Schauspielerin Verena Altenberger bei Dreharbeiten zur TV-Serie „Polizeiruf 110“.

Neu ist aber nicht nur, dass Bessie eine junge Frau ist, sie ist auch keine klassische, „fertig ausgebildete, supertaffe Kommissarin, die Tarantino-mäßig mit quer gelegter Waffe schießt“, wie die verantwortliche BR-Redakteurin Cornelia Ackers bei einer Preview konkretisierte. „Bessie ist eine Streifenpolizistin, die wir gemeinsam als Publikum begleiten können, bis sie vielleicht einmal Kommissarin wird“, so Ackers weiter.

Hoffentlich! Denn Bessie, Cem, Maurer und der Vorgesetzte Strasser (Norman Hacker, 57) liefern zusammen mit dem bis in die kleinste Nebenrolle faszinierend besetzen Cast gewitzte und überaus spannende Sonntagskrimiunterhaltung ab.

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Das Erste zeigt hypnotische Szenen

Einzig das surreale Moment, die Doppelhypnose-Szenen nach circa einer Stunde Sendezeit, könnte eine kleine Herausforderung für Fans klassischer Whodunit-Krimis sein – David Lynch (73) lässt grüßen. Die gezeigte Doppelhypnose gibt es so zwar nicht, wie Produzentin Annie Brunner (50) spot on news bestätigte, aber: „In Bayern und Baden-Württemberg gibt es in bestimmten Fällen Hypnose als Instrument der Polizeiarbeit.“ Und weil sie Hypnose generell nicht so abwegig finde, hätte sie auch „keine großen Berührungsängste“ damit gehabt, erklärte Brunner weiter.

Herausragende Filmemacher am Werk

Wer den hochgelobten „Tatort: Im Schmerz geboren“ (2014) aus Wiesbaden mit dem berühmt-berüchtigten Leichenrekord und den Schauspielern Ulrich Tukur (62), Ulrich Matthes (60), Alexander Held (60) und Co. mochte, den dürfte interessieren, dass auch der neue München-„Polizeiruf“ von Regisseur Florian Schwarz (45) inszeniert wurde. Und wenn wir schon beim Lob sind: Herausragend sind im München-Krimi auch die Einfälle, mit denen das Kamerateam ein ums andere Mal überrascht, sowie die Filmmusik von Komponist Sven Rossenbach (53).

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RND/ili/spot

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