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Medien & TV Andreas Gabalier ätzt gegen kritische Medien
Nachrichten Medien & TV Andreas Gabalier ätzt gegen kritische Medien
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13:59 17.12.2018
Andreas Gabalier hatte bei seinem Konzert in der Wiener Stadthalle einiges zu sagen. Quelle: imago/Eibner Europa
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Wien

Der Sänger und selbst ernannte Patriot Andreas Gabalier hat bei seinem Tour-Abschluss in der Wiener Stadthalle seinem Ärger auf „linke Medien“ Luft gemacht. Inklusive Verschwörungstheorie: Redakteure der Zeitungen „Standard“ und „Falter“ seien „undercover in der Halle“, um „verheerende Geschichten“ zu schreiben.

Den Grund für die ablehnende Haltung seiner Person gegenüber will er auch wissen. Gabalier hatte die österreichische Hymne beim Formel Eins Grand Prix in Spielberg ohne die darin vorkommenden Töchter gesungen. Darum seien diese Blätter gegen ihn. Zudem verunglimpfte er die Zeitungen als „Standort“ und „Flater“. „Für den Skandal muss ich morgen wieder beichten gehen“, zitiert der „Kurier“ der Sänger nach seinen gezielten Provokationen.

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Überhaupt sei das Hochhalten von Traditionen nichts für die unchristlichen Chefredakteure, weshalb sie „am 24. 12. nichts zu tun“ hätten. In der steirischen Krippe würden „Ochs und Esel fehlen“, sagte der 34-Jährige.

Hauptsache Menschen tragen Tracht

Neben seinen kontroversen Aussagen fand der „Volks-Rock’n’Roller“ auch lobende Worte – für sein Publikum. Er sei froh, dass sie sich „eine eigene Meinung gebildet haben“. Und: Solange die Österreicher im Dirndlkleid oder in der Lederhosen dastehen, sei die „Welt noch in Ordnung“.

Interview:
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„Falter“-Chefredakteur Florian Klenk reagierte gelassen auf die Anschuldigungen. In einem Tweet bot er allen „Dirndln“ und „Buam“, die das Konzert besuchten, ein Gratis-Abo seiner Zeitung an. Der Journalist lud Gabalier außerdem zu einem „zünftigen Streitgespräch“ in die Falter-Redaktion ein.

Gabalier hat bereits mehrfach mit seinen Aussagen für Aufsehen gesorgt. Etwa mit seinem Statement aus der Sicht des heterosexuellen Mannes bei einer Musik-Award-Show: „Man hat’s nicht leicht auf dera Welt wenn man als Manderl noch auf a Weiberl steht.“

Dafür wurde der Sänger heftig kritisiert und sah sich selbst „ins rechte Eck“ gedrängt. Aus der Sicht des Austro-Rockers war früher generell vieles besser. Immer wieder teilt Gabalier mit, wie wenig er von der „genderverseuchten“ modernen Zeit hält.

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Von RND/ka