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13:09 23.12.2019
Die medlz beim Weihnachtskonzert 2019. Quelle: Andreas Weihs
Dresden

Der Dezember ist traditionell die Zeit für besinnliche Jahresendkonzerte. Während die einen es auch zur Weihnachtszeit rockig mögen, macht es die Dresdner A-cappella-Band medlz anders und auf ihre Weise – nämlich „mit dem Mund“. Bereits zum 10. Mal sind sie auf ihrer Weihnachtsreise und brauchen für ihren Auftritt (fast) keine Instrumente. Zum Abschluss ihrer diesjährigen Tour traten sie fünfmal vor ausverkauftem Haus in ihrer Heimatstadt auf. Am Freitag und Sonnabend waren sie in der Himmelfahrtskirche Leuben zu erleben.

Inspirierend, sinnlich, schön

Es scheint beinah so, als betrachte die Band die Kirche als ihr Wohnzimmer. Singend schreiten die Sängerinnen von drei Seiten durch das Publikum. „Choral Of The Bells“, eine von einem ukrainischen Volkslied aus dem frühen 20. Jahrhundert inspirierte Weihnachtsweise, steht am Beginn des mehr als zweistündigen Auftritts. Inspirierend, sinnlich, schön. Tosender Begrüßungsapplaus empfängt die Vier, bis Sabine Kaufmann feststellt: Wir sind zuhause! Dann nehmen die medlz ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch die internationale Welt zur Weihnacht. Mit Melodien aus Polen (Koleda Maryi), Irland (The Wexford Carol) und den USA (Santa Baby). Dabei wechseln sich die Sängerinnen beim Leadgesang ab, vernachlässigen auch eine Choreographie nicht und haben viel Freude bei dem, was sie hier auf der Bühne tun.

Stimmlich beeindruckt besonders Joyce-Lynn Lella, die mit ihrem tiefen Alt eine herausragende, erkennbare Klangfarbe bedient und mit Liedern wie „Go Tell It On The Mountain“ oder „Winter Wonderland“ das Geschehen auflockert. Sie ist bei den Dresdner Konzerten zum letzten Mal dabei. Im kommenden Jahr wird sie sich Soloprojekten widmen und nicht mehr mit den medlz singen. Wohl auch deshalb wird sie sowohl von ihren Mit-Sängerinnen als auch vom Publikum noch einmal gefeiert. Die flotten Nummern zwischen Gospel und Soul liegen ihr besonders.

Internationales Niveau

Das Programm ist musikalisch breit aufgestellt, fröhliche Nummern wie „Joy To The World“ oder „Frosty The Snowman“ wechseln sich ab mit einfach nur schönen klassischen weihnachtlichen Melodien, wie „The First Noel“, „Maria durch ein’ Dornwald ging“ oder das zum ersten Mal auf der Weihnachtstour interpretierte „Gloria in excelsis Deo“. Besonders bei den ruhigen, intensiven Stücken zeigt sich die überragende Gesangsqualität der vier Stimmen, die im Einklang wunderbar harmonieren. Die vier Sängerinnen beweisen internationales Niveau und bezaubern insbesondere in den sehr leisen Momenten, wie bei „Es ist ein Ros’ entsprungen“ und „Was soll das bedeuten“.

Doch nicht nur der Gesang ist beeindruckend. Die Lichtdramaturgie ist jedem Lied angepasst, wirkt durchdacht und ist effektvoll. Natürlich stehen die medlz im stimmungsvollen, harmonisierenden Outfit auf der Bühne, ja selbst die Mikrofone haben einen rötlich-glänzenden Überzug. Da passt alles!

Als Zugabe liefern die medlz noch einmal geballt das volle Paket: Mit einem Medley internationaler Weihnachtsklassiker, wie „All I Want For Christmas“, „Jingle Bells“ und „Santa Clause Is Coming To Town“, bevor die Reise mit „O Tannenbaum“ sich rasant auf das Finale des Abends zu bewegt. Für „Stille Nacht“ legen Sabine Kaufmann, Silvana Mehnert, Nelly Palmowske und Joyce-Lynn Lella ihre Mikrofone beiseite und singen ganz ohne technische Verstärkung, während sie die Bühne verlassen und durch den Mittelgang am Publikum vorbei zum Ausgang gehen.

Von Andreas Weihs

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