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Vermeer-Ausstellung in Dresden nur noch digital zu erleben

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10:44 14.12.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Eröffnung der Ausstellung «Johannes Vermeer. Vom Innehalten» der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die Schau ist noch bis 2. Januar zu sehen, allerdings nur digital.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Eröffnung der Ausstellung «Johannes Vermeer. Vom Innehalten» der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die Schau ist noch bis 2. Januar zu sehen, allerdings nur digital. Quelle: Matthias Rietschel/dpa
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Dresden

Es hatte sich angedeutet, nun ist es amtlich: Die Dresdner Vermeer-Ausstellung kann wegen der Corona-Pandemie nur noch digital besucht werden. Die bisher größte Schau in Deutschland mit Werken des holländischen Malers Johannes Vermeer (1632-1675) sollte bis zum 2. Januar in der Gemäldegalerie Alte Meister öffentlich zugänglich sein. Coronabedingt müssen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) aber wie alle Museen in Sachsen bis zum 9. Januar geschlossen bleiben.

Es gibt weltweit nur 35 Vermeer-Werke

Die Dresdner Ausstellung präsentiert zehn Werke von Vermeer sowie etwa 50 Werke der holländischen Genremalerei. Sie war am 9. September mit einem Festakt in Anwesenheit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte eröffnet worden. Im Zentrum der Präsentation steht das Bild „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“, das zuvor in Dresden vier Jahre lang restauriert wurde.

Interessierte können den Künstler Vermeer und sein Werk nun digital erkunden: Mit vertiefenden Texten, zoombaren Bildern und Kurzfilmen würden Hintergründe und Wissenswertes rund um den Maler und die niederländische Genremalerei des 17. Jahrhunderts aufgezeigt, hieß es. Von Vermeer sind weltweit nur etwa 35 Werke erhalten.

Ein Weborello, eine digitalen Tour, beleuchtet den Prozess der Restaurierung und die Maltechnik sowie die Symbolik der Bildsprache und Vermeers Zeit. Es wurde mit Hilfe von Sponsoren wie der Hata Stiftung Tokio entwickelt, die bereits die Restaurierung förderte. Zudem gibt es kostenfrei virtuelle Live-Touren durch diese und weitere aufgrund der Pandemie verwaiste Ausstellungen der SKD wie die Romantik-Schau im Albertinum. Die SKD-Digitalplattform voices bietet zudem Screening-Programme mit künstlerischen Positionen, etwa zur Kinderbiennale im Japanischen Palais.

Internet: vermeer.skd.museum

Von epd