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Uni-Autonomie auf der Kippe: Staatsschauspiel gastiert nicht in Budapest

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14:13 26.10.2020
Studenten der Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) in Budapest und ihre Sympathisanten demonstrierten im September für den Erhalt der Universitätsautonomie. Quelle: Marton Monus/MTI/AP/dpa
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Dresden

Das Staatsschauspiel Dresden hat ein Gastspiel beim Theaterfestival MITEM in Budapest abgesagt. Grund seien die Auseinandersetzungen um die Autonomie der Universität für Theater und Film in der ungarischen Hauptstadt, die immer aggressivere Züge annehme, teilte das Theater mit.

Ende August hatte die ungarische Regierung die bisherige Leitung der Hochschule entmachtet. Proteste und Demonstrationen dagegen blieben folgenlos. In Solidarität mit den Studenten und Professoren der Hochschule werde das Staatsschauspiel die Einladung zum Festival nicht annehmen, wurde Intendant Joachim Klement in der Mitteilung zitiert.

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Ein von der ungarischen Regierung um Ministerpräsident Viktor Orbán ernanntes Kuratorium hat inzwischen so gut wie alle Leitungsbefugnisse innerhalb der bis dato selbstverwalteten Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) übernommen. Vorsitzender dieses Kuratoriums ist der Intendant des Nationaltheaters, Attila Vidnyánszky, der gleichzeitig der Künstlerische Leiter des MITEM-Festivals ist.

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Ursprünglich hatte das Staatsschauspiel mit der Bühnenadaption von Dostojewskis „Schuld und Sühne“ in der Inszenierung von Sebastian Hartmann bereits im April 2020 in Budapest gastieren sollen. Bedingt durch die Coronapandemie wurde die Ausgabe des Festivals aber auf das kommende Frühjahr verschoben.

Von DNN