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Regional Theater Derevo will trotz finanzieller Einschnitte in Dresden bleiben
Nachrichten Kultur Regional Theater Derevo will trotz finanzieller Einschnitte in Dresden bleiben
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14:00 21.12.2017
Aleksei Popow (l) und Makhina Dzhuraeva, Tänzer des russischen Theaterensembles Derevo
Aleksei Popow (l) und Makhina Dzhuraeva, Tänzer des russischen Theaterensembles Derevo Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

Das renommierte russische Tanztheater Derevo will trotz finanzieller Kürzungen Dresden die Treue halten. „Solange das Publikum uns mag und wir ihm Freude bereiten können, gibt es keinen Grund, Dresden zu verlassen“, sagte Ensemble-Chef Anton Adasinksy am Donnerstag. Man könne das Schicksal von Derevo nicht mit einem Fingerschnipsen beenden. Man habe im Lauf der Karriere in fünf Ländern gearbeitet: „Doch Dresden ist der richtige Ort.“ Deshalb werde man hundertprozentig in der Stadt bleiben. „Daran gibt es keinen Zweifel. Hier gibt es die richtigen Schwingungen“, sagte der Tänzer und Schauspieler Adasinsky.

Die Stadt Dresden verweigert dem international bekannten Ensemble im kommenden Jahr die Förderung als Institution und damit 20 000 Euro Zuschuss. Außerdem will das Europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau den Vertrag mit Derevo nicht verlängern. Laut Stadt hatte man Derveo schon im Januar 2017 die Einstellung der Förderung angekündigt, wenn unter anderem „keine Weiterentwicklung der Ästhetik und Formensprache stattfindet“.

Adasinsky ging am Donnerstag davon aus, dass die Verantwortlichen die Stücke von Derevo gar nicht kennen. Die Stadt bekundete unterdessen Interesse an einer weiteren Kooperation. Nun soll ein neues Konzept entstehen.

Derevo (russisch: Baum) wurde 1988 in St. Petersburg gegründet und residiert seit Mitte der 1990er Jahre in Dresden. Mit ungewöhnlichen Produktionen gewannen die Russen auf Festivals in aller Welt Preise. Die Künstler entwickelten mit einer Mischung aus Tanz, Theater und Pantomime eine ganz eigene Ästhetik. Die Stücke entfalten sich vor dem Betrachter wie ein Bilderbuch und basieren auf festen Elementen sowie Improvisationen. Neben clownesken Stücken geht es auch immer wieder um existenzielle Fragen des Menschen. Im kommenden Jahr will das Ensemble neben Dresden unter anderem in Moskau, St. Petersburg, Samara, London und Potsdam auftreten.

dpa

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