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Regional The New Town Swing Orchestra präsentiert „The Moonlight Hop“ in der Tonne Dresden
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18:34 05.03.2020
The New Town Swing Orchestra Quelle: Olaf Berndt
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Dresden

18 Jahre haben sie sich für ihre Debüt-CD Zeit gelassen – da sind reichlich vier zwischen erster und zweiter ja gar nichts! „The Moonlight Hop“ ist die Scheibe betitelt, am Sonnabend stellt The Newtown Swing Orchestra sie in der Tonne vor.

Old fashioned mit einem ganz liebevoll langen o

Die Combo kann man mittlerweile getrost als Dresdner Musik-Institution bezeichnen. Seit seiner Gründung 1997 kümmert sich das Ensemble um keine Moden oder Trends. Chartplatzierungen spielen keine Rolle, wenn man den perfekten Bigband-Sound anstrebt. Verkaufszahlen für die allermeisten Mitglieder ebenfalls nicht, da sie ihre Brötchen in ganz anderen Branchen verdienen.

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Dass hier also größtenteils Amateurmusiker am Start sind, ist jedoch an keiner Stelle zu hören. So perfekt fängt das 23-köpfige Ensemble Stimmung, Atmosphäre, Groove und Sound der Orchester der 30er und 40er Jahre ein: die Bigbands Count Basies, Duke Ellingtons, Benny Goodmans und Glenn Millers erstehen geradezu beim Hören auf. Das ist old fashioned mit einem ganz liebevoll langen o, da kommen wirklich alle Einsätze absolut auf den Punkt (die Bläser! Schiere Freude!), da stimmen die Hintergrund-Chorgesänge, da kann man gar nicht anders, als mitzuswingen.

Natürlich gab und gibt es in solch einem Riesen-Orchester immer mal wieder Umbesetzungen, Neuzugänge. Der bemerkenswerteste ist aktuell wohl Dan Smith als zweite Gesangsstimme. Seit 2014 dabei ist Veronika Voit-Kralacek, deren Stimme wunderbar lasziv klingen kann, hier, auf der neuen Produktion, jedoch nur ganz leicht verrucht daherkommt – großartig auf „Lullaby of Broadway“. Smith gibt hingegen eher den Crooner, den hingebungsvollen männlichen Sänger, der immer ganz knapp am Schmalz vorbei schlittert. Wenn es gut funktioniert, wie hier bei „Come Fly With Me“, dann fühlt man sich tatsächlich an Frank Sinatra erinnert.

Absolute Feel-good-Music

Neun bekannte Big-Band-Titel finden sich auf „Moonlight Hop“, und jeder einzelne davon entführt in andere Zeiten. Dabei gibt es mit „My Baby Just Cares For Me“ und „Black Coffee“ zwei Stücke, die man eigentlich eher mit sehr reduzierten, melancholischen Versionen abgespeichert hat, aber auch sie nehmen einen in der Big-Band-Umsetzung mit.

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Musikalischer Leiter ist noch immer René Bornstein, ein Profi-Jazzer. Er hat für die neue Scheibe auch zwei Titel geschrieben: „Buster’s Blues“ bezaubert instantan, da sind flinke Tanzschritte hörbar, vielleicht auch ein paar Ganoven auf der Pirsch, mit ein paar Abstrichen gilt das Gleiche auch für das Titelstück „The Moonlight Hop“.

Einzig „Buster’s Blues Remix“, als letzter Titel hinzugefügt, bricht die Magie des Sounds und ist insofern eher ärgerlich. Aber was soll’s! Alle anderen Stücke bieten mehr als wohlige Nostalgie, sind absolute Feel-good-Music. Und: pssst – live macht die Combo einfach riesigen Spaß!

Release-Show: Jazzclub Tonne, Sonnabend, 20 Uhr, Tickets: 20 Euro

Von Beate Baum

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