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Regional „Offene Ateliers Dresden“: Kreativschaffende zeigen ihre Arbeitsräume
Nachrichten Kultur Regional „Offene Ateliers Dresden“: Kreativschaffende zeigen ihre Arbeitsräume
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19:21 18.11.2018
„Offene Ateliers“ im Zentralwerk: Atelier von Christoph Grabe Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Für Kunstinteressierte ist der dritte Sonntag im November bereits zum festen Termin geworden, um in Dresden Künstler und deren Ateliers zu entdecken. So auch in diesem Jahr: Zum nunmehr 20. Mal öffneten rund 100 Kunstschaffende an 66 Standorten zu den „Offenen Ateliers Dresden“ ihre Arbeitsräume. Etliche Künstler boten den Gästen außer ihrer Kunst auch ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Musik und Workshops. Die perfekte Gelegenheit, kreative Köpfe am Ort ihres Schaffens persönlich kennenzulernen und etwas über ihre Werke und deren Entstehung zu erfahren.

Im Zentralwerk in Pieschen, einem Schmelztiegel für Kreativschaffende, gestatten gleich acht Künstler exklusive Einblicke in ihre Ateliers. Maler und Grafiker Christoph Grabe begrüßt seine Gäste an seinem lichtdurchfluteten Arbeitsplatz mit Gebäck. Der Geruch von frischer Farbe und der Duft von frischem Kaffee liegt in der Luft. Vor zwei Jahren ist Grabe ins Zentralwerk gezogen, hat seine Atelierwände mit Malerei, Zeichnungen und Fotografien behangen. „Ich freue mich sehr, diesen Raum gefunden zu haben, und ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt Grabe. Seine Arbeitsstätte sei jedoch nicht immer so ordentlich wie zu den „Offenen Ateliers“, gesteht er mit Humor: „Zwei Tage lang habe ich meinen Arbeitsplatz für diesen besonderen Tag aufgeräumt.“

„Offene Ateliers“ im Zentralwerk: Künstler Christoph Grabe (i.) mit Illustrator Peter Ernst Quelle: Dietrich Flechtner

Auch im Atelier- und Bürohaus „Schokoladenfabrik“ in Johannstadt werden an diesem Sonntag mehrere Atelierräume geöffnet. In einem Raum ist abstrakte, bunte Malerei ausgestellt, im nächsten sind es realistische Zeichnungen und Porträts in Schwarz-Weiß. Künstlerin Anke Ewers, die sich in der „Schokofabrik“ eingemietet hat, stellt ihren Werkraum schon seit über zehn Jahren jeweils am Tag des offenen Ateliers zur Schau. Ihr Raum ist von der künstlerischen Arbeit gezeichnet, bunte Kleckse zieren zu Tausenden den Fußboden.

„Wir schätzen dieses Event sehr“, sagt Ewers. „Man kommt ins Gespräch mit einem Publikum, das die künstlerische Arbeit unheimlich spannend findet. Den Gästen kann ich dann die Geschichten hinter den Werken erzählen – was in Ausstellungen oftmals nicht möglich ist. Und außerdem treffen sich zu den ,Offenen Ateliers’ auch mal alle Künstler aus der ,Schokoladenfabrik’, und jeder schaut, was die anderen so im letzten Jahr gemacht haben.“

Intensiver Gedankenaustausch und direkter Kontakt – wesentliche Ziele, die der Künstlerbund Dresden e.V. verfolgt. Als Berufsverband vertritt er Kunstschaffende, die auf den Gebieten der Bildenden Kunst, meist freiberuflich, arbeiten. Jährlich organisiert der Verein die „Offenen Ateliers“, und auch mit der diesjährigen Jubiläumsauflage sei man sehr zufrieden, so Geschäftsführer Torsten Rommel: „Bei schönem Wetter sind viele interessierte Menschen durch die Stadt gebummelt, um sich die Ateliers anzuschauen. Die Atmosphäre war wie immer sehr entspannt.“

Insgesamt zählte der Künstlerbund am Sonntag rund 2000 Besucher, etwa so viele wie im letzten Jahr. Und auch im kommenden Jahr, wie immer am dritten Sonntag im November, wollen die Kreativschaffenden wieder diejenigen Räume präsentieren, an denen die Kunst ihren eigentlichen Ursprung hat.

www.kuenstlerbund-dresden.de

Von Junes Semmoudi

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