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Regional Sächsischer Tanzpreis geht an Produktionen aus Leipzig und Dresden
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17:34 23.10.2019
Mit dem Sächsischen Tanzpreis 2019 wurde die Sebastian Weber Dance Company aus Leipzig für ihre Produktion „Cowboys“ ausgezeichnet. Quelle: Tom Dachs
Leipzig/Dresden

Am Montag wurde im neu eröffneten Leipziger LOFFT in der Baumwollspinnerei im Rahmen einer festlichen Gala der dritte Sächsische Tanzpreis verliehen. Unter Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zeichnet dieser auch vom Kunstministerium initiierte und geförderte Preis jeweils zwei Produktionen aus. Der mit 5000 Euro dotierte Sächsische Tanzpreis gehe an eine Arbeit, „die sich durch Innovation, hohe künstlerische Qualität und besondere Ästhetik auszeichnet“, so in der Ankündigung durch das LOFFT, das mit der Organisation und Ausrichtung betraute Theater. Zudem wird ebenso aller zwei Jahre der mit 5000 Euro dotierte Ursula-Cain-Förderpreis an eine freie Produktion vergeben.

Weil Sachsen ein Tanzland sei mit langer Tradition und vielversprechender Zukunft, betont in diesem Zusammenhang die Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD), sei die Förderung des professionellen Tanzes auch ein besonderes Anliegen ihres Hauses: „Der Sächsische Tanzpreis ist ein gutes Instrument, das die Bedürfnisse der Tanzszene berücksichtigt und die aktuellen Strömungen aufgreift. Einen vergleichbaren Tanzpreis findet man in keinem anderen Bundesland.“

Sachsen – ein Tanzland mit langer Tradition

Es war aufgrund der facettenreichen Tanzszene auch dieses Mal keine leichte Aufgabe, sich für die Preisträger des Sächsischen Tanzpreises und des Förderpreises zu entscheiden. Am Ende hatte die dreiköpfige Jury die Auswahl zu treffen bei acht Nominierungen in der künstlerischen Spannweite beispielsweise zwischen einer Choreografie des Dresdner Semperoper Balletts und dem Solo eines Tänzers der freien Szene.

Die Jury entschied sich einstimmig. So wurde der Sächsische Tanzpreis an die Sebastian Weber Dance Company aus Leipzig für ihre Produktion „Cowboys“ vergeben, eine „krachende Symbiose aus brillantem Stepptanz und einer kruden, ausgelassenen, wütend inspirierten Körperlichkeit der Tanzbilder“. Was mit dem Titel nach einem Western klingt, so Jurymitglied Claudia Feest aus Berlin vom Dachverband Tanz in ihrer Laudatio, sehe zunächst auch ganz danach aus, beinhalte dann aber nahezu alles, was der Tanz zu bieten habe: „Dynamik, intensive Körperlichkeit, hochenergetisch expressive Energie, hoch entwickelte Tanztechnik, Assoziationsräume für die Zuschauenden.“ Besonders hervorgehoben wurde zudem die gelungene Verbindung von Musik und Tanz. „Tolle Tänzerinnen, tolle Tänzer, tolle Musiker und eine mehr als gelungene und zudem unterhaltsam animierende Choreografie, die diesen Preis mehr als verdient hat,“ so das Fazit von Laudatorin Feest.

Der Ursula-Cain-Förderpreis ging an den Dresdner Tänzer Wagner Moreira für sein Solo „I play d(e)ad“. In dem Stück setzt sich dieser mit Leben und Sterben und dem Tod des Vaters auseinander, der freiwillig aus dem Leben schied. Dramaturg und Mitautor des beeindruckenden Stückes ist Thomas Schütt.

Der mit 5000 Euro dotierte Ursula-Cain-Förderpreis für eine freie Produktion ging an den Dresdner Tänzer Wagner Moreira für sein Solo „I play d(e)ad“. Quelle: Uwe Nimmrichter

In ihrer Laudatio begründete die Leipziger Choreografin und Regisseurin Irina Pauls als Jurymitglied die Entscheidung für Wagner Moreira mit dem Hinweis auf die existenzielle Kraft dieser Arbeit. Bei diesem Solo handele es sich um „Tanztheater im besten Sinne“, eine äußerst gelungene Montage verschiedener Bruchstücke einer biografischen Reise, ein „hoch spannendes, tiefgreifendes und mutiges Solo-Kunstwerk“.

Staatssekretär Uwe Gaul begrüßte in Vertretung der Ministerin die Gäste der bestens besuchten Gala und überreichte die Preise. Helge-Björn Meyer führte durch das Programm der Tanzpreisgala mit Beiträgen des Leipziger Balletts, des Balletts der Theater Plauen Zwickau und der Dresdner JuWiDance-Company.

Bleibt die Hoffnung, dass es einen vierten Sächsischen Tanzpreis geben wird. An neuen Anwärtern dürfte es nicht fehlen.

Von Boris Gruhl

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