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10:21 16.11.2018
Rolf Hoppe liebte die kleinen Rollen – als König in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist er dieses Weihnachten wieder zu sehen.
Rolf Hoppe liebte die kleinen Rollen – als König in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist er dieses Weihnachten wieder zu sehen. Quelle: Thomas Lehmann/dpa
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Dresden

Wenn das schöne Aschenbrödel in dieser Weihnachtszeit wieder auf der Suche nach ihren Märchenprinzen ist, werden die Zuschauer anders auf den Film schauen. Denn Rolf Hoppe, der Schauspieler des Märchenkönigs, ist am 15. November im Alter von 87 Jahren gestorben.

Der Dresdner Schauspieler, der 1930 in Ellrich im Südharz geboren wurde, mimte den strengen König in der Winterlandschaft. „Schämst Du dich denn nicht, dich wie ein kleiner Junge zu benehmen? In deinem Alter habe ich die Bürde der Regierung auf meinen Schultern getragen“, sagt Hoppe als König zu seinem Prinz, der gerade beim Ritt durch die Winterlandschaft herumgeblödelt hat. Liebevoll ist er zu seiner Frau, der Königin. Ein Lächeln aber kann nur Aschenbrödel auf seine immerstrenge Miene beim königlichen Hofball zaubern – ihre Haltung und der liebevolle Umgang mit ihrem Sohn.

Rolf Hoppe – auf ewig der König

„Hoppe steht da, sagt kein Wort und beherrscht die Szene“, hat Schauspielerkollege Klaus Maria Brandauer über Rolf Hoppe gesagt. Hoppe habe über seine Augen viel erzählen können. Über diese habe man in die Seele der Figur eindringen können. „Am meisten hänge ich an den kleinen Rollen“, sagte Hoppe in einem Interview vor rund drei Jahren. In drei Wochen wäre Hoppe 88 Jahre alt geworden.

Deutschlands beliebtestes Fernsehmärchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ füllt an Weihnachten wieder die Programmspalten. Auch nach 44 Jahren verzaubern Libuše Šafránková und Pavel Trávníček die TV-Zuschauer.

Der König des Wintermärchens „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ war genau dies: Abseits der Szene, aber doch die beherrschende Macht. Während Prinz und Aschenbrödel tanzen, ist er der Beobachter der Szene, aus seinen Augen sieht der Fernsehzuschauer die unbeholfene Annäherung der beiden. „Soll ich sie nicht zu uns einladen“, fragt Hoppe als König seine Königin, als ob er zum Happy End verhelfen wolle.

In der Rolle des Königs ist Rolf Hoppe an diesen Weihnachtsfeiertagen in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ noch einmal zu sehen – als Märchenkönig bleibt er für immer lebendig.

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Von Geraldine Oetken / RND

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