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Regional Philip Glass meets David Bowie: Philharmonie spielte 12. Sinfonie des US-Amerikaners
Nachrichten Kultur Regional Philip Glass meets David Bowie: Philharmonie spielte 12. Sinfonie des US-Amerikaners
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13:25 04.11.2019
Die Dresdner Philharmonie musizierte mit der Sängerin Angélique Kidjo und Dirigent Dennis Russell Davies, an der Orgel: Palastorganistin Iveta Apkalna.   Quelle: Oliver Killig
Dresden

Die Erwartungen waren offenbar groß, der Konzertsaal war ausverkauft zur Deutschen Erstaufführung der 12. Sinfonie von Philip Glass durch die Dresdner Philharmonie. Oder sollte dies an den drei schmissigen Tanz-Episoden aus Leonard Bernsteins Musical „On the Town“ gelegen haben, die am Samstag den Einstieg in den von Dennis Russel Davies geleiteten Konzertabend gegeben haben?

Der US-amerikanische Dirigent führte die große Besetzung in mitreißendem Sound und heftigen Synkopen bis an den Times Square, wo weltststädtisches Amüsement noch den letzten Flaneur aus seiner Verharrung gerissen haben dürfte. Im Kulturpalast jedenfalls brandete heftig Applaus durch den Saal.

Bezug auf das gleichnamige Album von David Bowie ist evident

Geradezu gefeiert wurde auch die „Lodger“ überschriebene Zwölfte des inzwischen fleißigen Sinfonikers Philip Glass. Der Bezug auf das gleichnamige Album von David Bowie ist evident, allerdings mehr vom Text her als aus dem musikalischen Material heraus.

Der große Orchesterapparat mit der aktuellen Palastorganistin Iveta Apkalna an Manualen und Pedalen flutsche zwar in bewährter Sogwirkung durch die Akkord- und Melodiewiederholungen, durch gebrochene Phrasen sowie auf- und absteigende Tonsätze, doch wirklich Neues brachte diese gemeinsam mit der Los Angeles Philharmonic Association, dem Southbank Centre und dem Orchestre Philharmonique de Radio France auf den Weg gebrachten Vokalsinfonie nicht.

Größte Entdeckung des Abends: die 2. Sinfonie von Kurt Weill

Sie wurde in dieser überarbeiteten Fassung zu Jahresbeginn in Los Angeles unter John Adams uraufgeführt, den Gesangspart zu Texten von David Bowie und Brian Eno gestaltete da wie hier Angélique Kidjo als probate Singer-Songwriterin mit souligem, im Konzertbereich gewöhnungsbedürftigen Organ.

Die wohl größte Entdeckung des Abends dürfte die (viel zu selten gespielte) 2. Sinfonie von Kurt Weill gewesen sein, die ohne jedes Pathos nach einem Hauch von Gestern klingt, einem letzten Wiederhören der Tonalität

Von Michael Ernst

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