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Regional Lieder gegen müde Lider – The Growlers am Donnerstag im Beatpol
Nachrichten Kultur Regional Lieder gegen müde Lider – The Growlers am Donnerstag im Beatpol
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14:30 05.02.2020
Ähnlich laid-back wie Sänger Brooks Nielsen (vorne) klingt auch The Growlers’ neues Album „Natural Affair“. Quelle: Taylor Bonin
Dresden

The Growlers bringen am Donnerstag ein Stück Kalifornien in den Dresdner Beatpol. Als hätten die US-Musiker aus dem sonnigen Surfspot Dana Point von der deutschen Februar-Tristesse gewusst, beschallen sie ihr Publikum mit sonnigem Gute-Laune-Funk.

Denn auf ihrem aktuellen und mittlerweile sechsten Studioalbum „Natural Affair“ zeigen The Growlers erneut, dass sie mit dem kratzig-staubigem Psych-Rock ihrer Anfangszeit nichts mehr zu tun haben wollen. Statt auf derbe Gitarrenklänge konzentrieren sich die fünf Musiker nun auf Disco-Sound. Es wird elektronisch, poppig, melodisch. So wie der glatt-polierte, funkelnde Bandname auf dem Albumcover aussieht, klingt „Natural Affair“ auch. Kritiker könnten sagen „langweilig“, Fans würden es „stimmig“ nennen. Denn die zwölf Songs gehen in einem Rutsch runter, Aufreger und Irritationen fehlen.

Das Einzige, an dem sich Fans noch reiben können, ist die Stimme von Sänger Brooks Nielsen, die seit dem ersten Album „Are You in Our Out“ unverändert blieb und auch weiterhin vor sich hin kratzt. Ganz entgegen ihrem Bandnamen, der übersetzt „Brummbären“ bedeutet, stellten The Growlers mit „Natural Affair“ einen Feel-Good-Soundtrack zusammen, der angesichts des bevorstehenden Frühlings durchaus gelegen kam. Songs wie „Pulp Youth“ oder „Foghorn Town“ katapultieren den Hörer gedanklich unter rotierende Discokugeln, an Cocktailbars und aufs Surfbrett.

The Growlers entpuppten sich von ungestümen Rockern zu lässigen Disco-Boys. Unterstützung bekommen sie am Donnerstagabend von ihren kalifornischen Nachbarn Hot Flash Heat Wave, die mit ihrem Indie-Rock die passende Beilage zu The Growlers’ Disco-Sound liefern.

Donnerstag, Beatpol, 20 Uhr.

Karten ab 25 Euro im Vorverkauf

Von Laura Catoni

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