Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Kunst mit Schimmel: Dresdner und Meißner erhalten Preis für Kalender
Nachrichten Kultur Regional Kunst mit Schimmel: Dresdner und Meißner erhalten Preis für Kalender
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
14:45 25.01.2020
Kalenderprojekt „MACROPOLIS 2020 – Die Zeit existiert nicht“. Quelle: Matthias Creutziger
Anzeige
Dresden

Für ihr gemeinsam erdachtes und umgesetztes Kalenderprojekt„MACROPOLiS 2020 – Die Zeit existiert nicht“ haben Ulrich Thieme (Druckerei Thieme/Meißen), Thomas Walther (Agentur Ö-Grafik/Dresden) und der Dresdner Fotograf Matthias Creutziger vom Grafischen Club Stuttgart den Grand Prix und Gold beim Gregor Calender Award 2020 erhalten. Damit geht in dieser Form die Auszeichnung zum ersten Mal in die neuen Bundesländer.

Künstlerteam dreimal in Folge ausgezeichnet

Der Gregor Calendar Award zählt zu den wichtigsten Wettbewerben der Druck- und Medienbranche Europas. Er wurde zum 70. Mal durchgeführt und ist gleichzeitig die größte Kalenderschau der Welt. Damit erhielten Creutziger, Walther und Thieme nach dem „Gregor Photo Calender Award 2018“ für „¿Que bolá Cuba?“ und dem Gregor Calender Award in Bronze 2019 für „Souks Inside“ zum dritten Mal in Folge Auszeichnungen in diesem Wettbewerb.

Matthias Creutziger, Thomas Walther, Ulrich Thieme und Ulrich Stetter bei der Preisverleihung. Quelle: Matthias Creutziger

Schimmel zaubert eigenwillige Motive aus alten Dias

In der Begründung der Jury heißt es: „Ordentlich archivierte Diapositive, mit Motiven u. a. aus den USA, Armenien, dem Tessin – für den Rest des Lebens festgehalten, so glaubte der Fotograf Matthias Creutziger." Dann allerdings wurden die Dias im Kellerarchiv von Schimmel und Bakterien befallen, verändert, verwandelt, umgestaltet. „Das einzigartige Ergebnis dieses Verfalls, zufällig von dem prominenten Jazz- und Theaterfotografen entdeckt, führte zu der völlig verrückten Idee, diesen Kalender mit der provokanten These „Die Zeit existiert nicht" zu realisieren... Verwischungen, Auslöschungen, Unschärfe, Farbveränderung – mit dem Lauf der Natur entwickelten sich ganz neue, eigenwillige Motive. Das Ergebnis: die Veränderung aller Dinge.“

Auf jedem Kalenderblatt steht ein Textzitat zur Zeit aus dem Buch der Prediger, welches im 4. oder 3. Jahrhundert vor Christus in Jerusalem oder vielleicht auch in Alexandria entstanden ist. Diese Texte findet man im Alten Testament (Der Prediger Salomo „Alles hat seine Zeit", Kohelet, Pred 3). Mit jedem Monat nimmt die Grammatur des Papieres ab, so wie die Tage des Jahres.

„MACROPOLiS 2020 – Die Zeit existiert nicht“, Auftraggeber: Druckerei Thieme GmbH, Konzeption: Thomas Walther, Matthias Creutziger, Ulrich Thieme, Gestaltung: Thomas Walther, BBK, Fotografie: Matthias Creutziger, DGPh, Texte: Thomas Walther, Matthias Creutziger

Von -ße

Dass sich zwei Menschen Briefe schreiben und darüber die Liebe finden, ist die Grundidee des Stücks „Ich küsse den Briefträger“, das an Hoppes Hoftheater in Dresden Premiere hatte. Das Besondere dieses Theaterabends mit Josephine Hoppe und Ahmad Mesgarha: Er findet auf zwei Bühnen gleichzeitig statt.

24.01.2020

Die Felsenbühne Rathen wird bis zum Frühjahr 2022 umgebaut. Deshalb haben die Landesbühnen Sachsen am dortigen Elbufer eine Zwischenlösung parat: ein Theaterzelt.

23.01.2020

Eine Anzahl nationaler und internationaler Wettbewerbserfolge hat Friedrich Thiele kürzlich auf einen vielversprechenden Karriereweg katapultiert. Für die DNN hat Martin Morgenstern mit ihm gesprochen, bevor der Dresdner am Sonnabend als Solist in Schostakowitschs Erstem Cellokonzert im Alten Schlachthof zu hören ist.

23.01.2020