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Regional Klang-Farben: Bilder von Paul Oberhoff in Hosterwitz
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11:46 09.09.2019
Holger Naumann-Oberhoff ist der Enkel des komponierenden Malers Paul Oberhoff, war langjähriges Mitglied der Dresdner Philharmonie und hat die Schau aus dem Nachlass seines Vorfahren zusammengestellt. Quelle: Museum
Dresden

Musik in der Malerei, das ist ein beliebtes Sujet. Daher ist es nur folgerichtig, wenn das Carl-Maria-von-Weber-Museum mit schöner Regelmäßigkeit Malerei zu musikalischen Themen präsentiert. Gegenwärtig ist eine Ausstellung des komponierenden Malers Paul Oberhoff zu sehen, nachdem im vergangenen Jahr Arbeiten des malenden Musikers Eckart Haupt gezeigt worden sind.

Paul Oberhoff war der Großvater des Dresdner Musikers und langjährigen Philharmonie-Mitglieds Holger Naumann-Oberhoff. Der ist nicht nur als blonder Lockenkopf im Alter von vielleicht sechs, sieben Jahren in der Ausstellung bildhaft präsent, er hat die Schau aus dem Nachlass seines Vorfahren auch selbst zusammengestellt.

Liebe zur Musik, zur Dichtung und zur Kunst

Paul Oberhoff, 1884 im westfälischen Iserlohn geboren, übte seine Liebe zur Musik sowohl am Klavier als auch mit eigenen Werken aus. Er schuf Kammermusik, vertonte Gedichte von Goethe, Möricke und anderen Dichtern und hat damit gewiss auch die Grundlage für die musikalische Laufbahn seines Enkels gelegt. Holger Naumann-Oberhoff (Jg. 1945) erinnert sich an gemeinsame Klavierstunden, bevor er später zur Bratsche gewechselt ist.

Vor allem aber berichtet er von teils anstrengenden Porträtsitzungen im Atelier: „Paul Oberhoff war es wichtig, dass dabei allerhöchste Konzentration an den Tag gelegt wurde.“ Resultat sind genau charakterisierende und Stimmungen wiedergebende Darstellungen von Familienmitgliedern, Fremden und Freunden. Vor allem musizierende Freunde, wie einige Zeichnungen von Kammerensembles belegen.

Ein Werk aus der Paul Oberhoff-Ausstellung im Carl-Maria-von-Weber-Museum Dresden -Hosterwitz Quelle: Museum

Die rund zwanzig Arbeiten umfassende Ausstellung im Weber-Haus bietet einen Querschnitt sowohl stilistisch – neben beinahe skizzenhaften Blättern wird opulente Farbmalerei präsentiert – als auch inhaltlich. Denn Paul Oberhoff lebte auch eine starke Nähe zur Natur, die er in Landschaftsbildern und Idyllen sowie immer auch wieder in andächtigen Frauenbildnissen umsetzte.

Gut vernetzt in der Künstlerszene Dresdens

Der 1960 in Dresden verstorbene Maler, Grafiker und Komponist, dessen Grab sich auf dem Friedhof Loschwitz befindet, soll in der Künstlerszene der Stadt gut vernetzt gewesen sein, weiß der Enkel, sei mit Otto Griebel befreundet gewesen und habe Persönlichkeiten wie die Dirigenten Heinz Bongartz und Kurt Masur bei sich zu Hause empfangen und porträtiert.

Um das Gedenken an den kunstsinnigen Großvater wachzuhalten, widmet sich Holger Naumann-Oberhoff derzeit intensiv der Arbeit an einer Monografie zu Paul Oberhoff, in der möglichst alle seiner Werke erfasst werden sollen. Dazu zählen dann auch jene Zeichnungen, die im Vorjahr im Dresdner Institut Francais zu sehen waren und die Oberhoff als Frontmaler des Ersten Weltkriegs präsentiert haben.

Infos zur Ausstellung

bis 26. September,Carl-Maria-von-Weber-Museum, Dresdner Str. 44, geöffnet Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr

https://museen-dresden.de

Von Michael Ernst

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