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Regional HfBK-Studenten erschaffen Kunst über Mobilität
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13:34 21.06.2018
HfBK-Studentin Isabelle Zimmermann des 2. Semesters Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Wie werden die Menschen durch stetig wandelnden Verkehr und Mobilität beeinflusst? Dieser Frage gingen 80 Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) in Kooperation mit dem Dresdner Verkehrsmuseum auf den Grund. Ein halbes Jahr lang haben sie sich hierfür mit den gesellschaftlichen, ästhetischen und technischen Entwicklungen verschiedenster Fortbewegungsmittel auseinandergesetzt und ihre Gedanken in Kunstprojekte umgesetzt. Die Ausstellung „abgefahren“ zeigt nun vom 20. Juni bis 21. Oktober 2018 Zeichnungen, Collagen, Fotografien und Nähkunst im Lichthof des Museums.

Die Studenten sind dabei individuell und nahezu ohne einschränkende Vorgaben angegangen. Sie durften das Museum jederzeit besuchen um Ausstellungsstücke zu zeichnen, konnten aber auch ungestört im Uni-Atelier an der Brühlschen Terrasse Ideen entwickeln und an ihren Projekten arbeiten. „Es hat etwas gewisses voyeuristisches, wenn jemand im Museum zeichnet, denn dann kommen immer Besucher und gucken über die Schulter“, so die Professorin für die Orientierungsphase an der HfBK, Barbara Wille. „Deshalb konnten die Studenten auch am geschlossenen Museumstag oder im Atelier zeichnen. Wir konnten aber am Ende leider aufgrund des begrenzten Platzes nur etwa ein Viertel aller entstandenen Werke ausstellen“, erzählt Wille. „Wir hoffen, dass die Kooperation fortgesetzt wird und auch in Zukunft weitere Kunstprojekte der HfBK im Verkehrsmuseum gezeigt werden.“

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Mit viel Kreativität entwickelten die Studenten verschiedene Ideen und Auffassungen zum Thema Mobilität.

Eines der wenigen Kunstwerke, die ausgewählt wurden, stammt von Isabelle Zimmermann. Sie hat sich mit dem Thema Verkehrsunfälle durch Handys am Steuer beschäftigt. Dafür sprach sie in verschiedenen Opfer-Foren mit Betroffenen über die letzten Whatsapp-Nachrichten derer Bekannten, die in einen Unfall verwickelt waren. Einige der Nachrichten hat sie dann auf Kleidungsstücke gestickt. „Mein Projekt soll deutlich machen, dass die Menschen im Verkehr aufmerksamer sein sollten“, erklärt Isabelle. „Das ist definitiv mein Lieblingskunstwerk“, meinte deshalb auch der Geschäftsführer des Verkehrsmuseums, Joachim Breuniger.

Andere Nachwuchskünstler haben etwa surrealistisch ihre eigenen Erfahrungen mit Verkehrsmitteln gezeichnet. Eindrucksvoll zeigen sie dem Besucher, wie gefährlich das Fahrrad für Kinder manchmal wirken oder wie klein man sich beim Warten an der Bushaltestelle fühlen kann. Die Arbeit im Museum eröffnete den beteiligten Studenten neue Perspektiven: „Ich benutze täglich mehrmals Verkehrsmittel, hatte sie mir aber nicht im Detail angesehen, bis ich sie gezeichnet habe. Dabei habe ich die Raffinesse und Schönheit dieser Maschinen entdeckt“, meint Studentin Yunkyeong Choe etwa.

Von Katharina Jakob

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