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Regional Funk Fragment mit Record Release-Konzert im Beatpol Dresden
Nachrichten Kultur Regional Funk Fragment mit Record Release-Konzert im Beatpol Dresden
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20:43 16.01.2020
Fester Vierer: Johannes Kellig, Jonah Roth, Jan Zeimetz und Julius Weber (v.l.). Quelle: Pr
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Dresden

Der Jazz hat kein leichtes Spiel mehr. Vor allem der Generation Z, so scheint es, fehlt der Bezug zu jener vermeintlich elitären und angestaubten Sparte. Oder mangelt es, angesichts der Schnelllebigkeit von Streaming-Diensten, etwa an der Bereitschaft, sich mit schwer zugänglicher Musik noch ernsthaft auseinanderzusetzen?

Mit Funk Fragment verleiht eine Dresdner Band dem Jazz und verwandten Stilrichtungen nunmehr eine junge Stimme. Am 18. Januar gibt die Gruppe ein Releasekonzert im Beatpol Dresden. Im Gepäck: ihr frisch gepresstes Debüt-Album „Green Galaxy“. Zum Konzert ist die Platte erstmals erhältlich, zwei Wochen später wird sie dann auch digital erscheinen. Als Vorgeschmack wird schon am 17. Januar eine Single veröffentlicht.

Gesanglose Musik

Funk Fragment verstehen sich als Funk-Fusion-Instrumentalband mit Progressive-Rock- und Jazzelementen. Musikalische Vorbilder der Gruppe sind neben Sting, Genesis oder The Police auch die amerikanische Instrumentalgruppe Forq. Gesanglose Musik mag zwar nicht gerade populär sein, „Green Galaxy“ hat jedoch mitnichten den Anspruch, ein populärmusikalisches Album zu sein: In jedem der acht Songs geht es um die Instrumente, nicht mehr und nicht weniger.

Der Slap-Bass knurrt, die Gitarre spielt groovige Riffs, die Hammond-Orgel füllt mit Akkorden. Funk Fragment lassen die Saiten und Tasten für sich sprechen – mit einer Qualität, die aufhorchen lässt. Schließlich sind die Instrumentalisten keine etablierten Berufsmusiker, sondern blutjunge Künstler, zwischen 19 und 23 Jahre alt.

Neben den festen Ensemblemitgliedern Johannes Kellig (Bass), Jan Zeimetz (Schlagzeug), Julius Weber (Keys) und Jonah Roth (Gitarre) sind auf dem Album drei Gastmusiker zu hören: Die Saxofonisten Markus Rethberg und Steve Kuhnen wie auch der Gitarrist Philipp Adam wissen gleichermaßen mit ausladenden Soli zu beeindrucken.

Authentischer Selfmade-Sound

Die Debüt-Scheibe besticht jedoch in erster Linie durch ihre Machart: Von den Kompositionen über die Tonaufnahmen, das Mixing und Mastering bis zur Vermarktung übernehmen die vier Bandmitglieder alle Arbeitsschritte selbst. Der authentische Selfmade-Sound zieht sich wie ein roter Faden durch „Green Galaxy“.

Was sie an tiefgründigen Texten einbüßen, möchten Funk Fragment mit ihrer Show kompensieren – mit geballter Live-Energie und lichttechnischen Raffinessen. Dass diese Strategie aufgeht, zeigt der Sieg beim größten Schulband-Wettbewerb Deutschlands, dem „SchoolJam“, im Jahr 2018: Damals setzten sich Funk Fragment gegen zahlreiche Poprock-Bands mitsamt Frontsängern durch. Als Hauptgewinn folgte ein Auftritt auf dem Hurricane Festival.

Die 2016 gegründete Band Funk Fragment hat im vergangenen Jahr keine einzige Liveshow gespielt. Die Bandmitglieder legten ihren Fokus auf die Produktion der ersten Platte. Dafür wurde das Quartett vom jungen wie verheißungsvollen Musiklabel Luxury Hechts unter die Fittiche genommen. Das Debüt-Album wird auch über das Künstlerkollektiv veröffentlicht.

Das Releasekonzert soll nun eine Art Weckruf sein für die treue Fangemeinde, über die Funk Fragment noch immer verfügen. Außerdem wird es der erste Auftritt mit Jonah Roth an der Gitarre sein, der im letzten Jahr für Julian Wolf übernommen hat. Roth ist nebenbei in zahlreichen Ensembles tätig, unter anderem in der Indieband Steaming Animals. Zusammen mit seinen neuen Bandkollegen will er nun im Beatpol unter Beweis stellen, dass Jazz noch immer zeitgemäß und frisch klingen kann. Und dass die Stilrichtung eben nicht nur für ein bestimmtes Fachpublikum ausgelegt ist, sondern für Musikbegeisterte aus jedweder Altersschicht.

Konzert: Sonnabend, 20 Uhr, Beatpol, Tickets 9,90 Euro im Vorverkauf

Von Junes Semmoudi

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