Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Fünf Herbstresidenten in der Alten Feuerwache Dresden-Loschwitz
Nachrichten Kultur Regional Fünf Herbstresidenten in der Alten Feuerwache Dresden-Loschwitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:34 12.10.2019
Art Werger (geb. 1955 in New Jersey): Oversight – Left Panel Quelle: Maren Marzilger
Dresden

Wie gewohnt präsentieren die diesjährigen fünf Gäste des Herbstdurchgangs des KünstleraustauschprogrammesDresden Residents“ in Zusammenarbeit mit der Grafikwerkstatt Dresden ihre Arbeiten in der Alten Feuerwache Loschwitz. Mit einem Grußwort eröffnete Gisbert Porstmann von der Städtischen Galerie Dresden die Ausstellung, in denen die Künstler sich mit Arbeiten der letzten Jahre vorstellen, die sie aus ihren Heimatländern für die Schau mitgebracht haben.

Neben früheren Arbeiten zeigt die Ausstellung auch fünf gleichformatige Plakate in unterschiedlichen grafischen Techniken (Materialdruck, Algrafie, Monotypie), die als Ergebnisse der ersten Woche in der Grafikwerkstatt Dresden entstanden sind. Neben konventionellen Auffassungen überwiegen diesmal Experimente mit Material, Form und Struktur.

Unter dem Titel „Flowerheads“ (Blumenköpfe) zeigt die aus Cleveland kommende Fotografikerin Yana Mikho-Mishoeinen Mix aus Fotografie, Siebdruck und Monotypie. Sie studierte am Cleveland Institute of Art in der Zygote Press. Die oft mit skurrilem Humor arrangierten fiktiven Porträts, bei denen auch getrocknete Pflanzen zum Einsatz kamen, bewegen sich zwischen Fantasie, Realität und Traum. Die über den Siebdruck realisierten Schwarz-Weiß-Fotografien wurden mit farbigen Monotypien verfremdet, in denen sie die fotografische Vorlage als Inspirationsquelle für fantasievolle, kopfschmuckartige Strukturen verwendete.

Sandim Mendes von den Kapverden (geboren und aufgewachsen in Rotterdam) experimentiert mit in Linol geschnittenen Köpfen unter dem konzeptionellen Gesichtspunkt der persönlichen Identität. Neun Köpfe sind aus verschiedenen Perspektiven zusammengeschaut, Profile von links und rechts begegnen frontalen Ansichten, auch in der Höhe ineinander verschoben. Phallische Effekte vereinen sich dabei mit technoiden Assoziationen und erinnern an archaische afrikanische Holzplastiken.

Baptiste Filippireiste mit seinem alten PKW aus Strasbourg an, den er vor Ort angekommen auseinandernahm und nun dessen Einzelteile für Materialdrucke verwendet. Dabei frappieren seine zwischen Abstraktion und Figuration entwickelten dynamischen Strukturen. Die auf dem Plakat gedruckten Autoteile erinnern kaum noch an ihren Ursprung. In seinen Assemblagen komponiert er skurrile Geschichten aus originellen Formen und Strukturen.

Aus Thessaloniki kommt Rania Fragkoulidou, wo sie an der Grafischen Fakultät der Aristotle Universität unterrichtet. Ihre neun Linolschnitte sind im verlorenen Schnitt geschaffen und unterbreiten einen Formenkanon, der an Collagen erinnert. Die Formen schweben dabei im Raum und sind auf unterschiedlichem Gebrauchspapier angeordnet. Mit Hilfe intensiver Farben, Stempel, Buchstaben und Zeichen sowie der immer wiederkehrenden menschlichen Figur (auch als Torso) „dekodiert sie visuelle Erinnerungen sowie jedwedes menschliche Grundverlangen nach Familie, Macht und Status“ (Flyer).

Für Art Werger ist die Komposition ein Fragment von Raum und Zeit: In der Draufsicht auf einen typischen amerikanischen Vorort entstanden Farbradierungen und Aquatinten. Im Bildraum schweben wie Blickfänge Flügel spreizende Krähenvögel über den Cottages. Seine Eindrücke entnimmt Werger aus Filmstills. Überscharf erscheinen dabei die Formen, die an Fotografien erinnern. Art Werger ist Professor für Grafik an der Universität von Ohio.

bis 17. Oktober,Alte Feuerwache Loschwitz, Fidelio-F.-Finke-Straße 4, geöffnet: Mo., Mi., Do. 10-16, Di. 10-18, So. 14-18 Uhr u.n.V., Kontakt: Tel. 0351/ 267 86 26, mail@feuerwache-loschwitz.de

Von Heinz Weißflog

Der Autor Alfred Günther nannte ihn einen der wenigen echten Bohémiens, die Dresden aufwies. Rudolf Adrian Dietrich war er eine der wichtigen Figuren des Dresdner Expressionismus.

11.10.2019

Zwei Quereinsteigerinnen der Dresdner Kunstszene, Gerda Starke und Andrea Kuehl verteidigen die Prinzipien von traditioneller Open-Air-Malerei und abstrakter Imagination. Ihre Ausstellung im BlickPunkt Kunst spricht Naturschönheit und Naturgewalt, Raum und Raumerfahrung, menschliches Bewusstsein und Unterbewusstsein an.

11.10.2019

Oper reagiert weniger schnell auf Aktuelles, es grenzt an ein Wunder, dass just zum 7. Oktober 1989 Beethovens „Fidelio“ an der Semperoper in einer an Deutlichkeit nicht zu überbieten gewesenen Inszenierung herauskam.

11.10.2019