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Regional Eine musikalische Intervention zum 333. Bach-Geburtstag am 21. März in Dresden
Nachrichten Kultur Regional Eine musikalische Intervention zum 333. Bach-Geburtstag am 21. März in Dresden
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16:53 16.03.2018
Marie Hänsel, Dorothea Wagner und Cornelius Uhle (v.l.) in „Präludium und Unfug“ der Serkowitzer Volksoper. Quelle: Robert Jentzsch
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Dresden

Angeregt von der aus New York stammenden internationalen Bewegung „Bach in the Subways“, der sich alljährlich zum Bach-Geburtstag Musiker in aller Welt anschließen, wird am 21. März in Dresden die Veranstaltungsreihe „Bach in the City“ ins Leben gerufen. Anlässlich des 333. Geburtstages von Johann Sebastian Bach haben Isolde Matkey (Idee, Konzept, Organisation) und ihre Mitarbeiterinnen Nicole Meier und Tanja Zimmermann ein vielseitiges Programm mit Originalkompositionen, Bach-Bearbeitungen oder von Bach inspirierten Neukompositionen zusammengestellt, das überall in der Stadt – vom Vereinshaus Hellerau bis zum Hauptbahnhof, von Gorbitz bis zur Neustadt, drinnen wie draußen – zu erleben ist. Von 12 bis 22 Uhr wird zu 18 Veranstaltungen mit Dresdner Künstlern der Freien Szene aus den Bereichen Musik, Musiktheater und Tanz eingeladen, darunter zwölf bei freiem Eintritt, die anderen zu erschwinglichen Eintrittspreisen von 5 bis 24 Euro.

Künstler wie Katja Erfurth, Britta Schwarz, Frieder Zimmermann, Wagner Moreira, Daniel Thiel, Ulrich Thiem, Compania Flamenca, DEREVO, Serkowitzer Volksoper, Tanzabteilung des Heinrich-Schütz-Konservatoriums, vocalis ensemble dresden und andere gestalten die Aufführungen, Performances und Konzerte, die alle einen Bezug zu Bachs Schaffen oder Leben haben und Inspirationen daraus in zeitgemäßen Formaten und ungewöhnlichen Begegnungen umsetzen.

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So heißt es zum Auftakt um 12 Uhr am Wiener Platz „Bach drückt play“ – eine Tanz-Improvisation mit Wagner Moreira nach frei wählbarer Bach-Lieblingsmusik (auch 14 Uhr Dr.-Külz-Ring Eingang Altmarktgalerie und 15.30 Uhr Treppe Brühlsche Terrasse), spielt Frieder Zimmermann 14 und 16 Uhr im Lichthof des Albertinums Bachs Cello-Suiten auf der akustischen Stahlsaiten-Gitarre mit Soundscapes und Loops diverser Instrumente und lädt die Compania Flamenca 15 Uhr im Kulturpalast Café (1. Etage) zu „Mit Bach und Flamenco“ ein. Tänzerisch geht es weiter um 16 Uhr am Dr.-Külz-Ring Eingang Altmarktgalerie, wenn Schülerinnen der Tanzabteilung des Heinrich-Schütz-Konservatoriums unter Leitung von Petra Steinert nach Musik von Bach improvisieren, bevor um 16.30 Uhr in der Zentralbibliothek im Kulturpalast die Soundperformance „Bachmaschine #03“ für Violine und Modularsystem von Nikolaus Woernle zu erleben ist. Anton Adasinskiy und Alena Vorobova von DEREVO Tanztheater stellen 17 Uhr auf dem Vorplatz der Busmannkapelle „Zwei Fragen an Gott“, und zum Abschluss der allesamt kostenlosen Nachmittagsveranstaltungen spielt um 18 Uhr an gleicher Stelle die Sächsische Posaunenmission (auch 17 Uhr vom Turm der Kreuzkirche).

Johann Sebastian Bach besuchte mehrfach die sächsische Residenz, musizierte hier und pflegte Kontakte zu hiesigen Musikern. Einige seiner Werke entstanden in enger Verbindung zu Dresden. Bereits zum Bachfest 2016 fanden sich eine Reihe von Veranstaltern, Ensembles und Künstlern zusammen, um dieses reiche Erbe zu demonstrieren. „Bach jährlich an seinem Geburtstag mit einer musikalischen Intervention im Stadtgebiet zu ehren, die Bewohner und Gäste ganztägig an verschiedensten Orten mit unterschiedlichen Kompositionen und Klängen an Bach und sein großes humanistisches, Zeiten und Völker verbindendes Erbe zu erinnern“, ist Anliegen von „Bach in the City“ – so Isolde Matkey von tristanPRODUCTION. Als Träger und Vermittler der Veranstaltung arbeitet sie mit den Koproduktions- und Kooperationspartnern Städtische Bibliothek Dresden, Tanzabteilung Heinrich-Schütz-Konservatorium, Landhaus-Stadtmuseum Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Sächsische Posaunenmission Dresden e.V., Societaetstheater Dresden, Bürgerzentrum Waldschänke Hellerau e.V. zusammen.

Anknüpfend an das Bachfest 2016 soll auch die damals entstandene „Bachbörse“ weiter gefüllt und in die Stadtgesellschaft eingebracht werden. Hier stellen sich Musiker mit ihren Bach-Programmen zur Verfügung, die von interessierten Musikliebhaber gebucht werden können. Ob als privates Konzert zu Haus oder im Kollegenkreis, in Firmen oder Institutionen – eine Fortsetzung der Hausmusiktradition im neuen, zeitgemäßen Gewand, bei der Kommunikation und Austausch im Zentrum der Begegnung stehen (siehe www.bachindresden.de/bachboerse/). Einen Eindruck davon kann man am 21. März, 15 Uhr im Ladenlokal Leutewitzer Ring 35 in Gorbitz bekommen, wenn es heißt „Zum Kaffee mit Bach und wohltemperierten Gitarren – Die Bachbörse bittet zum Konzert“ und Gitarristin Elke Jahn für neue Höreindrücke mit Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ sorgt.

Am Abend des 21. März stehen sechs weitere Aufführungen auf dem Programm, darunter das musikalische Possenspiel „Präludium und Unfug“ nach Bachs Kaffee- und Bauernkantate mit der Serkowitzer Volksoper unter Milko Kersten (20 Uhr Societaetstheater), der Solo-Tanzabend „Beziehungsweise BACH“ mit Tänzerin Katja Erfurth und Cellist Daniel Thiele nach Musik von Bach und Friedhelm Rentzsch (18 Uhr Landhaus-Stadtmuseum), ein Festliches Cembalo-Konzert mit den Goldberg-Variationen, gespielt von Jan Katzschke (20 Uhr Hauskapelle Taschenbergpalais), „Zwischen Bach und Blues“ mit der Sängerin Britta Schwarz und dem Cellisten Ulrich Thiem (19.30 Uhr Waldschänke Hellerau) und „Bach 333“ mit Werken von Bach und Uraufführungen, gesungen vom jungen Vocalis Ensemble Dresden unter Martina Stoye (20 Uhr Dreikönigskirche). Zum Ausklang von „Bach in the City“ sei das Elektro-Konzert „BACH_beats_best: Switched On oder Switched Off?” – ein Remix über Noten von Bach mit elektronischen Klängen von und mit Daniel Williams empfohlen (22 Uhr Dreikönigskirche).

Zeitplan

12.00 Wiener Platz / 14.00 Dr.-Külz-Ring Eingang Altmarktgalerie / 15.30 Treppe Brühlsche Terrasse: Wagner MoreiraBach drückt play“*

14.00 & 16.00 Lichthof Albertinum: Frieder Zimmermann „In Gedanken“*

15.00 Ladenlokal Leutewitzer Ring 35 Gorbitz: Elke Jahn „Zum Kaffee mit Bach und wohltemperierten Gitarren“*

15.00 Kulturpalast Café 1. Etage: Compania Flamenca „Mit Bach und Flamenco“*

16.00 Dr.-Külz-Ring Eingang Altmarktgalerie: Tanzabteilung HSKD „Struktur und Vision“*

16.30 Zentralbibliothek Kulturpalast: Nikolaus Woerne „Bachmaschine #03“*

17.00 Vorplatz Busmannkapelle: DEREVO „Zwei Fragen an Gott“*

17.00 Turm Kreuzkirche /18.00 Busmannkapelle: Sächsische Posaunenmission „Mit Bach und Posaunen“*

18.00 Landhaus-Stadtmuseum: Katja Erfurth & Daniel Thiele „Beziehungsweise BACH“ (17,– / 10,– Euro)

19.30 Waldschänke Hellerau: Britta Scharz & Ulrich Thiem „Zwischen Bach und Blues“ (12,– / 8,– Euro)

20.00 Societaetstheater: Serkowitzer Volksoper „Präludium und Unfug“ (16,– / 12,– Euro)

20.00 Hauskapelle Taschenbergpalais: Jan Katzschke „Goldberg-Variationen“ (24,– / 18,– / 14,– Euro)

20.00 Dreikönigskirche: Vocalis Ensemble DresdenBach 333“ (15,– / 10,– Euro)

22.00 Dreikönigskirche: Daniel Williams „BACH_beats_best: Switched On oder Switched Off?” (5,– Euro)

* Eintritt frei

Tickets und Infos: www.bachindresden.de

Von Silke Fraikin