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Dresdner Volkskunst-Museum verabschiedet langjährigen Chef

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12:35 09.12.2021
Igor A. Jenzen
Igor A. Jenzen Quelle: Juergen Loesel
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Dresden

Igor A. Jenzen, Direktor des Museums für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung, geht in den Ruhestand – nach 28 Jahren des Wirkens an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Dort begann der Kunsthistoriker seine Laufbahn 1993 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Direktor des Kunstgewerbemuseums, wurde 2000 zum Kommissarischen Direktor. 2004 wechselte er zum Museum für Sächsische Volkskunst.

Intensive Forschung zur Kunst des Erzgebirge

Jenzen machte sich auch anderweitig um die Sächsische Museumskultur verdient: Von 2003 bis 2020 vertrat er die SKD beim Sächsischen Museumsbund, war fünf Jahre lang Vorstandsmitglied im Landesverein Sächsischer Heimatschutz und ist seit 2017 Mitglied des Redaktionsbeirates der Sächsischen Heimatblätter.

„Dank seiner genauen Beobachtungsgabe ist es ihm gelungen, aus der Perspektive der Gegenwart Begeisterung für die sächsische Volkskunst in allen Generationen zu wecken“, sagt die Generaldirektorin der SKD, Marion Ackermann über den scheidenden Direktor. „Dabei wandte er sich mit Wärme und tiefem Verständnis den Menschen der Region und ihren Themen zu.“ Seine intensive Forschung zur Kunst des Erzgebirges habe für Geschichte und Gegenwart der Region einen erhellenden Beitrag geleistet.

Auch in der letzten Ausstellung, die Jenzen kuratierte, widmete er sich dem Erzgebirge: „Von Spinnen, Engeln und dem Licht der Welt – Die Kronleuchter des Erzgebirges“ heißt die Schau, die wegen des Kulturlockdowns in Sachsen allerdings aktuell geschlossen ist.

Von DNN