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Regional Dresdner Philharmonie legt zum Jubiläum gute Bilanz vor
Nachrichten Kultur Regional Dresdner Philharmonie legt zum Jubiläum gute Bilanz vor
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15:56 31.01.2020
Volle Säle und mehr Publikum: Die Dresdner Philharmonie geht mit einer guten Bilanz in das 150. Quelle: dpa
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Dresden

Volle Säle und mehr Publikum: Die Dresdner Philharmonie geht mit einer guten Bilanz in das 150. Jahr ihres Bestehens. Intendantin Frauke Roth verkündete am Freitag eine Auslastung von 92,5 Prozent (2018: 90 Prozent) und gut 210 000 Besucher - rund 20 000 mehr als im Jahr zuvor. „Der neue Konzertsaal im Kulturpalast und die Dresdner Philharmonie sind für mich nach wie vor wie ein kleines Wunder“, sagte Roth. Ganz wichtig für die Philharmoniker seien Projekte der musikalischen Bildung. Hier stieg die Anzahl der Veranstaltungen von 17 im Jahr 2015 auf 78 im vergangenen Jahr.

Pünktlich zum Jubiläum gibt es ein kostenfreies Angebot für Musikfans: Ab sofort sind sämtliche Programmzettel und -hefte seit dem Jahr 1870 online verfügbar. Zudem wurden alle Konzerte des Orchesters seit seiner Gründung in einer Datenbank erfasst. Damit ist es möglich, online auch nach selbstgewählten Begriffen zu suchen. So kann man beispielsweise herauszufinden, wie oft Kurt Masur bei der Philharmonie Beethoven dirigierte, welche Pianisten im Jahr 1921 zu Gast waren oder wann Herbert Kegel sein letztes Konzert gab. Masur und Kegel waren lange Zeit Chefdirigenten des Orchesters.

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Spitzenorchester in Deutschland

Die Digitalisierung erfolgte unter der Regie der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB). „Die Konzertprogramme der Dresdner Philharmonie sind wichtige Dokumente, um das Wirken, die Strahlkraft, aber auch die gesellschaftliche Verortung des Orchesters zu verstehen“, erklärte Barbara Wiermann, Leiter der Musikabteilung in der SLUB. Wissenschaftlern biete die Datenbank eine gute Möglichkeit, sich mit der Entwicklung des Repertoires oder des Konzertwesens auseinanderzusetzen.

Die Dresdner Philharmonie gehört zu den Spitzenorchestern in Deutschland und kann auf eine reiche Historie verweisen. Komponisten wie Peter Tschaikowski, Antonín Dvořák und Richard Strauss standen hier am Pult. 1909 gingen die Dresdner als erstes deutsches Orchester auf US-Tournee, gaben in 60 Tagen in 30 Städten 56 Konzerte. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten sie zunächst in einem Provisorium, ab 1969 im Kulturpalast am Altmarkt. Allerdings bot der Mehrzwecksaal keine gute Akustik. Deshalb debattierte man lange über einen Umbau des Palastes. Im Frühjahr 2017 wurde der neue Saal eingeweiht. Er ist auch Spielstätte für Künstler anderer musikalischer Genres.

Von RND/dpa

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