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Dresden: Zukunft der Robotron-Kantine offen

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12:18 28.01.2021
Die Stadt will mit Hilfe der Kunst den fortschreitenden Vandalismus an dem Objekt, einem Architekturzeugnis der Ostmoderne, aufhalten.
Die Stadt will mit Hilfe der Kunst den fortschreitenden Vandalismus an dem Objekt, einem Architekturzeugnis der Ostmoderne, aufhalten. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Nach einem Eigentümerwechsel steht der als vorübergehend vorgesehene Standort der internationalen Kunstausstellung Ostrale Biennale Dresden im Zentrum der Landeshauptstadt wieder in Frage. Nach Angaben der städtischen Museen wird das zuvor in dem leerstehenden Gebäude geplante Kunstprojekt kurzfristig ausgesetzt. Über die Nutzung des Pavillonbaus müsse neu verhandelt werden, sagte ein Sprecher.

Die Ostrale-Macher hoffen, dass sich der neue Eigentümer der Immobilie der mit dem Voreigentümer getroffenen Übereinkunft weiterhin verpflichtet fühlt. „Wir sind optimistisch“, sagte ein Sprecher.

Architekturzeugnis der Ostmoderne

Die Stadt will mit Hilfe der Kunst den fortschreitenden Vandalismus an dem Objekt, einem Architekturzeugnis der Ostmoderne, aufhalten und trotz Pandemie optimistische Zeichen für die Zukunft setzen. Bereits im Dezember 2020 hatten Künstler die Außenfassade bespielt.

Zum Jahresende wurde den Angaben zufolge dann auch der Eigentümerwechsel bekannt. Die Holding der Familie Ketterer trennte sich demzufolge von der Projektentwicklungsgesellschaft Gerchgroup AG, die bis dato die Eigentümerin des Robotron-Areals war. Sie soll von der in der Schweiz beheimateten SN Beteiligungen Holding abgelöst worden sein.

Die Ostrale wird maßgeblich aus der Privatwirtschaft und von Künstlern getragen. Das Kunstfestival steht seit Jahren in Frage, ist seit 2017 nur noch eine Biennale, ohne festes Domizil und auf eine zeitweise Nutzung von Immobilien angewiesen. „Deren Zahl nimmt ab und im Markt ist aktuell viel Bewegung“, sagte der Sprecher.

www.ostrale.de

Von DNN