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Regional Dirigent Friedemann Layer ist tot – Er gab wichtige Impulse auch für Dresden
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09:51 07.11.2019
Friedemann Layer Quelle: NTM (Nationaltheater Mannheim)
Potsdam

Der Dirigent Friedemann Layer ist am 3. November nach Krankheit im Alter von 78 Jahren in seiner Wahlheimat Potsdam gestorben. Der am 30. Oktober 1941 in Wien Geborene begann zunächst als Schüler Hans Swarowskys und wurde später Assistent von Herbert von Karajan.

Über hundert Mal am Pult der Semperoper

In den neunziger Jahren war Friedemann Layer während der Intendanz von Christoph Albrecht an der Sächsischen Staatsoper Dresden neben Klauspeter Seibel, Wolfgang Rennert, Christoph Prick, Marc Albrecht und Hans-E. Zimmer einer der wichtigsten Dirigenten. Weit über hundert Mal stand Layer in der Semperoper am Pult der Staatskapelle. Zusammen mit dem Regisseur Willy Decker entstanden unter seiner musikalischen Leitung mindestens drei exemplarische Produktionen, die er nicht nur selbst musikalisch einstudierte und jahrelang im Repertoire betreute, sondern die auch den künstlerischen Ruf der Semperoper in den Neunzigern prägten.

Vor allem die grandiose Dresdner Erstaufführung von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ wurde eine Sensation, aber auch Mozarts „Don Giovanni“ und Aribert Reimanns „Lear“ zählen zu den erfolgreichen Produktionen dieser Jahre. Auch bei den früheren Premieren von „Lulu“ (Regie: Fred Berndt) und der legendären „Tosca“ von Ruth Berghaus war Layer der Premierendirigent. Zusammen mit Intendant Christoph Albrecht (als Regiedebütant) erarbeiteten beide eine repertoiretaugliche „Così fan tutte“, in der sich zahlreiche spätere Stars wie Camilla Nylund oder Anja Harteros als Fiordiligi präsentierten. Und Layer dirigierte Repertoire-Aufführungen wie „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Elektra“ oder „Tristan und Isolde“.

Affinität zu Mozart und zur Moderne

Die letztgenannte Produktion wurde als Koproduktion mit der Operá National Montpellier erarbeitet, wo Layer von 1994 bis 2007 als Chefdirigent fungierte. Als Generalmusikdirektor wirkte Layer gleich in zwei verschiedenen Perioden am Nationaltheater Mannheim und gastierte an wichtigen Opernhäusern weltweit.

Seine Laufbahn als Dirigent hatte Friedemann Layer 1968 am Salzburger Landestheater begonnen, später folgten viele Jahre als Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein. In seiner Heimatstadt war er an der Wiener Volksoper engagiert. Ein Dirigent mit „Schubladenrepertoire“ war Layer nie, wenngleich seine Affinität zu Mozart und zur Moderne doch als seine Aushängeschilder galten. Wie kaum ein anderer setzte sich der Wiener sehr für Nachwuchsdirigenten ein, was heute weitgehend aus der Mode gekommen scheint.

Ein späteres Comeback an der Semperoper war immer geplant, kam aber leider nicht mehr zustande.

Von Rico Förster

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