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Regional Die Kunst der Bewegung: Wer neue Direktorin des Dresdner Stadtmuseums werden soll
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11:27 08.11.2019
Christina Ludwig an ihrem wohl baldigen neuen Wirkungsort, dem Stadtmuseum Dresden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Waldenburg ist ein kleiner Flecken an der sächsisch-thüringischen Landesgrenze. Vor einigen Wochen aber rutschte er, zumindest regional, kurz in den Fokus. Am 23. September ging der mit immerhin 20 000 Euro dotierte Sächsische Museumspreis nämlich an das Naturalienkabinett Waldenburg. Das Haus hatte Christina Ludwig als neue Chefin nach ihrer Amtsübernahme im April 2015 gründlich umgekrempelt. Daran kam auch die Jury nicht vorbei und setzte Waldenburg aus einem Kreis von 19 Bewerbern auf Platz eins.

So viel zur jüngeren erfolgreichen Vergangenheit Ludwigs. Die Zukunft der 1988 im vogtländischen Reichenbach geborenen Frau, die in Jena Volkskunde, Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Archäologie studierte und mit einem Master abschloss, liegt jedoch in Dresden. Ludwig soll nach dem Willen einer siebenköpfigen Findungskommission neue Direktorin des Stadtmuseums Dresden werden und am 1. April 2020 die Nachfolge von Erika Eschebach antreten, die dann in den Ruhestand geht.

Spannungsvolle Erwartung im Stadtmuseum Dresden

Der Stadtrat muss die Personalie noch bestätigen. Die Entscheidung darüber fällt wohl am 13. Januar, wie Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) bei der Vorstellung der designierten Museumschefin sagte. Für die im Café des Landhauses zahlreich erschienenen Museumsmitarbeiter war es auch die erste Begegnung mit ihrer neuen Chefin. Spannungsvolle Erwartung.

Die Bürgermeisterin ordnete eingangs die Bedeutung des Museums als „Herzstück der Stadt“ ein, wo Zeitgeschichte geschrieben werde. 18 Bewerbungen seien für das Direktorenamt eingegangen, sechs Kandidaten wurden eingeladen, fünf kamen: drei Männer, zwei Frauen. „Eine Bewerberin stach heraus“, sagte Klepsch mit Blick auf Ludwig. „Wir waren begeistert, welche Ideen sie hat.“

Neukonzeption der Dauerausstellung

Ludwig wiederum warb dafür, dass sie vor allem erst einmal zusammen mit den Mitarbeitern des Hauses relevante Themenfelder erörtern wolle. Dann fielen aber schon ein paar Schlüsselwörter, die eine mögliche Richtung zeigen: partizipativ, das Museum als agiler Ort, an dem auch der Spaß eine Rolle spielen soll. Außerdem „netzwerke ich wie eine Irre“, gab Ludwig preis. Das könnte – aber das ist ins Blaue gesprochen – möglicherweise irgendwann in Kooperationen münden.

Ohne auf Details oder Zeitpläne eingehen zu können, ließ Ludwig dann noch wissen, was als große Aufgabe bevorsteht: die Neukonzeption der Dauerausstellung. Sie sieht Dresden als Stadt mit vielen Themenfeldern und Problemen, die für das Museum relevant sind.

Für alles Weitere heißt es warten bis zum nächsten Jahr. Derweil sucht das Waldenburger Museum einen neuen Direktor. Gewünschter Arbeitsbeginn: 1. Januar 2020.

Von Torsten Klaus

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