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Regional Filmfest-Trophäen für Streifen aus Indien und Kolumbien
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09:00 23.04.2018
Bei der Preisverleihung im Kleinen Haus des Staatsschauspiel Dresden wurden insgesamt zehn Goldene Reiter und vier Sonderpreise vergeben. Quelle: PR
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Drersden

 Mit der Vergabe der Goldenen Reiter hat das 30. Filmfest Dresden am Wochenende seinen Höhepunkt gefeiert. Bei einer Gala im Kleinen Haus des Staatsschauspiels wurden bei dem Kurzfilmfestival am Samstagabend zehn der glänzenden Trophäen sowie vier Sonderpreise vergeben.

Seit Dienstag konkurrierten 69 Produktionen aus 29 Ländern um die Auszeichnungen. Das mit insgesamt 67 000 Euro zu den höchstdotierten Festivals seiner Art in Europa zählende Filmfest ging bis Sonntagabend.

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Im Jubiläumsjahr wurden insgesamt zehn Goldene Reiter und vier Sonderpreise vergeben.

Der indische Regisseur Amar Kaushik gewann mit „Aaba (Grandfather)“, einer Geschichte über ein Mädchen und deren krebskranken sterbenden Großvater, zwei Trophäen: die Goldenen Reiter in den Kategorien Kurzfilm International und Jugendjury International. Gelobt wurden der ausdrucksstarke visuelle Stil und der humorvolle Umgang mit dem ernsten Thema Tod. Für „Lupus“ bekam der Kolumbianer Carlos Gómez Salamanca die Trophäe Animationsfilm International und der Russe Roman Sokolov den Publikumspreis für „The Theory of Sunset“.

Im nationalen Wettbewerb waren der Animationsfilm „SOG“ von Jonatan Schwenk und der Kurzfilm „Joy“ von Abini Gold die Gewinner. Das Publikum zeichnete „Attak“ von Ruben Meier aus und die Jugendjury „U Meduvremenu - Meanwhile“ von Mate Ugrin. Der DEFA-Förderpreis Animation wurde an Jonas Riemer und „Mascarpone“, eine „üppig inszenierte Liebeserklärung an das große Kino Hollywoods“ vergeben. Der Goldene Reiter Filmton ging an den Schweden Hans Appelqvist für Music & Sound des Films „Min Börda - The Burden“.

Der mit 20 000 Euro dotierte Filmförderpreis der Kunstministerin ging an „Link“ des in Berlin lebenden jungen Regisseurs Robert Löbel, in dem zwei Figuren durch ihr Haar miteinander verbunden sind. Der Film behandele „mit scheinbar spielerischen, fast kindlichen Mitteln wichtige Aspekte des menschlichen Lebens wie Bindung, Abhängigkeit, Herkunft und Emanzipation“, lobte Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD). Der Preis sei auch ein finanzieller Anreiz, in diesem Genre weiterzumachen.

Der deutsch-japanische Kurzfilm für Kinder „Neko No Hi - Cat Days“ (John Frickey) über Sexualität gewann den Arte-Kurzfilmpreis und den Goldenen Reiter „Geschlechtergerechtigkeit im Kurzfilm“.

Von dpa