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Regional Cosma Shiva Hagen mit „Sternstunden“ in der Comödie Dresden
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20:48 03.03.2020
Auf der Suche nach den Sternen: Dominique Siassia, Stephan Schill, Cosma Shiva Hagen, Astrid Leberti und Regisseur Thomas Heep (v.l.) Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Supergau für jede Freundschaft: Die beste Freundin steigt mit dem Vater ins Bett. Von Verwirrung bis Wut, von Schaudern bis Ekel birgt diese Art der Dreiecksbeziehung eine ganz besondere Gefühlsmischung – und vor allem eine Zerreißprobe für jede Freundschaft. Ob sie diese bestehen kann, zeigt Cosma Shiva Hagen, Tochter der Punklegende Nina Hagen, am Freitag (6. März) in „Sternstunden“ auf der Bühne der Dresdner Comödie.

Eine Frage der Zeit, bis die Bombe platzt

In der deutschen Variante des französischen Boulevardtheaters von Regisseur Tristan Petitgirard macht Cosma Shiva Hagen ihrem (Vor)Namen alle Ehre. Sie spielt die junge Kosmologin Estelle, die kurz vor einer bahnbrechenden Entdeckung über die Form des Universums steht. Währenddessen ist ihre beste Freundin Garance (gespielt von Dominique Siassia) mit ihrem neuen Liebhaber ganz in ihr eigenes Universum vertieft. Wer der Glückliche ist, will sie nicht preisgeben. Bald stellt sich auch heraus, warum: Der neue Don Juan ist Estelles Vater Jean-Phillipe (gespielt von Stephan Schill).

Seit einem großen Krach vor einigen Jahren sind Tochter und Vater in Funkstille verblieben. An der Absurdität der Situation ändert das jedoch wenig. Im Gegenteil – bei dem Versuch die beiden zu versöhnen, verliebt sich Garance in Jean-Phillipe. Während sie noch versucht, die verquere Liebschaft zu verheimlichen, kommt Freundin Nummer zwei, Sophie (gespielt von Astrid Leberti) dem Ganzen auf die Schliche. Bleibt es also nur noch eine Frage der Zeit, bis die Bombe platzt. „,Sternstunden’ ist ein Stück über die Freundschaft und über die Streitkultur“, sagt Regisseur Thomas Heep, der bereits an den Comödie-Inszenierungen „Mit Herz & Promille“ und „Go Trabi Go“ mitwirkte.

Keine „typische Schenkelklopferkomödie“

Zeitliches Setting für die Inszenierung bilden die Siebziger Jahre, die Zeit des „Space Race“, bei dem USA und Sowjetunion in Sachen Raumfahrt um die Wette eiferten. Und als wäre ihr Vorname nicht schon genug Zufall, erzählt Cosma Shiva Hagen auch noch, dass sie als Kind Kosmonautin werden wollte. „Nun kann ich mich wenigstens einmal in einer Theaterrolle in dem Metier austoben“, sagt die Schauspielerin.

Kinderleicht ist die Kosmologie allerdings nicht. Vor wenigen Tagen gestand Hagen noch in einem Interview, dass sie das Stück eigentlich noch gar nicht verstanden habe. Sie versuche noch herauszufinden, auch mit Hilfe von Netflixserien, ob das alles richtig sei, was ihre Estelle sagt. „Wir freuen uns, wenn uns jemand Fehler mitteilt“, witzelt die Schauspielerin an ihrem ersten Probentag in Dresden.

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Dass es in „Sternstunden“ auch um komplexere Dinge geht, macht das Stück für den künstlerischen Leiter der Comödie, Christian Kuhn, zu einer besonderen Inszenierung. Die Zuschauer erwarte keine „typische Schenkelklopferkomödie“. Dennoch gebe es auch klassische Slapstick-Szenen, beispielsweise wenn Garance ihren neuen Liebhaber unter dem Bettlaken versteckt, als Estelle die Wohnung betritt.

Premiere: 6. März, 19.30 Uhr, Comödie Dresden, Karten ab 27 Euro

https://www.comoedie-dresden.de/

Von Laura Catoni

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